Stadtvillen auf dem Dach des Nahversorgungszentrums

Von: Stefan Schaum
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Eine „Zeitkapsel“ im Grundstein versenkt: Baesweilers Technischer Beigeordneter Peter Strauch, Investor Gerhard List, Bürgermeister Dr. Willi Linkens und Wolfgang Lankow als Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses (v.l.) vollzogen den symbolischen Akt. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Jetzt soll es möglichst rasch nach oben gehen. Nachdem die Erdarbeiten auf der Großbaustelle am Baesweiler Feuerwehrturm weitgehend abgeschlossen sind, kann das Nahversorgungszentrum Form annehmen. Am Mittwoch wurde dafür der symbolische Grundstein gelegt. Auf einem „Sahnegrundstück“, wie es mehrfach hieß.

Investor Gerhard List, Vorstand der List AG, sprach von einer „Großbaustelle mitten im Zentrum, bei der einem Ingenieur einfach das Herz aufgeht“. Gleichzeitig gehe damit eine große Verantwortung einher, „an solch‘ einer prägenden Stelle für eine Stadt baulich etwas Besonderes hinzubekommen“.

Nicht weniger soll es werden. Auf dem Dach des künftigen Edeka-Marktes und des Discounters Aldi so genannte „Stadtvillen“ als Wohnraum entstehen zu lassen, sei eine Herausforderung, die sich lohnen werde, sagte er. „In gut einem Monat werden für Passanten deutliche Fortschritte im Bau erkennbar sein“, sagte Frank Böckmann, Projektleiter des Generalunternehmens List Bau Nordhorn.

Verlorene Zeit aufholen

Der Zeitplan stehe nach wie vor. Trotz des mehrwöchigen Baustopps, der erforderlich geworden war, nachdem im Erdreich Reste des alten Freibades gefunden worden waren, dessen Wände mit einer gifthaltigen Farbe bestrichen waren.

Wer für die Entsorgung zahlt, blieb auch am Mittwoch offen. Gerhard List verwies auf Nachfrage auf „laufende, gute Gespräche mit der Stadt“. Die seien auch in der Vergangenheit stets „lösungsorientiert, wenngleich mal etwas härter gelaufen“, fügte er an. Jedenfalls gehe er davon aus, dass man die zeitliche Verzögerung aufholen könne.

Ende April sollen die ersten Wände stehen, ab August sollen im zweiten Bauabschnitt die Wohnhäuser auf dem Dach in Angriff genommen werden, während unten der Innenausbau der Märkte beginnen kann. 15 Millionen Euro investiert die List AG in den Bau. „Das ist schon ein Brett“, formulierte Gerhard List, „aber wir leisten gern einen wichtigen Beitrag, damit Kaufkraft dicht an der Innenstadt gebunden werden kann“.

Auch Bürgermeister Dr. Willi Linkens begrüßte erneut den Bau, der weit mehr sein werde „als ein typischer Industriebau aus Stahl und Eisen. Hier wird kein Anwohner auf Dachpappe schauen müssen, sondern feine Architektur genießen können.“ So gehört es sich halt für ein Sahnegrundstück.

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