Stadtprinz Gert I. genießt den Einstand mach Maß

Von: ehg
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In seinem Element: Stadtprinz Gert I. (Kempf) bei seiner Proklamation. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Mehr als vier abwechslungsreiche Stunden lang bescherte der 1. Würselener Karnevalsverein in seiner Festsitzung anlässlich seines Dreifach-Jubiläums (8 x 11 Jahre Aktive, fünf x 11 Jahre Kinder- und Jugendabteilung und elf Jahre Senat) seinen gut aufgelegten Gästen im Würselener Gürzenich Lebensfreude pur.

Den fulminanten Höhepunkt bildete die Inthronisation des düvelstädtischen Stadtprinzen, Gert I. (Kempf), in Begleitung eines farbenprächtigen Hofstaates, lauter Figuren aus Disney-Produktionen. Seine Regentschaft stellte Seine Tollität unter das Motto: „ Als Prinz ist es besonders schön, wenn alle Wöschelter zusammen stehn. Ob WKV, Ülle, Klöös oder Peäd, ob Burggraf oder Baadeberg drup steät. Wir singen und schunkeln erop en eraaf – ein schallendes Wöschele Alaaf.“ Die Fäden auf der Bühne zog – locker vom Hocker – Präsident „Hacki“ Brodmühler.

Als Eisbrecher bot der Jubilar seinen tanzenden Nachwuchs, präsentiert vom Kinderpräsidenten Niklas Mainz, Sohn des Vorsitzenden des Vereins, auf. Mit ihren neuen Tänzen begeisterte sowohl die Kinder- als auch die Jugendabteilung. Tosender Beifall war der Lohn. Kommentar des Präsidenten: „Eine Truppe, auf die wir stolz sein dürfen.“ Fürwahr! Die bereits im November 2016 proklamierte ebenfalls aus eigenen Reihen stammende Kinderprinzessin, Michelle I. (Sedano), mit Hofstaat stellte der Präsident des Komitees Würselener Karneval, Hans Sinken, dem närrischen Auditorium vor. Für den freundlichen Empfang bedankte sich Michelle I. durch flotte Songs und mitreißende Tänze.

Zu Ehren der großen Schwester tanzte Kindermariechen Romina anmutig und flott. Früh übt sich wer ein Meister werden will! In Grün und Weiß hielten mit Fanfarenzug und Gardisten die Husaren von Linz am Rhein, mit denen den WKV eine lange Freundschaft verbindet, Einzug. Einen ersten Angriff auf das Zwerchfell starteten „D´ Huusmester vum Bundesdaach“, Mitglieder des Stammtischs Kölner Karnevalisten, mit ihrem neusten politischen Verzäll aus Berlin. Dabei bekam nicht nur Ronald Trump sein karnevalistisches Fett weg. Und damit war auch schon der Boden bereitet für den närrischen Machtwechsel.

Unter „Laridah“-Klängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ hielt Seine Tollität, mit vollen Händen gelbe Rosen werfend, triumphal Einzug. Dabei überschlugen sich die Wellen der Begeisterung, die ihm entgegenschlugen. Es sei ein unbeschreibliches Gefühl, auf der Bühne zu stehen vor einem begeisterten Narrenvolk, Fähnchen in den Stadtfarben schwenkend, zu seinen Füßen. KWK-Präsident Sinken begrüßte ihn mit dem Prinzenführer Dirk Schaffrath an dessen Seite und waltete unverzüglich seines Amtes: Er setzte dem neuen Narrenherrscher die mit fünf Fasanenfedern geschmückte Narrenkappe auf.

Das Zepter, der Schlüssel zu den Herzen der Narren, folgte. Der neue Stadtprinz war proklamiert und strahlte mit dem ihm zujubelnden „Fußvolk“ um die Wette. Sodann verkündete Gert I. (Kempf) sein auf den Disney-Hofstaat abgestelltes elf Punkte umfassendes Regierungsprogramm. „Alle Gäste hier im Saal und alle Würselener Bürger sind aufgerufen, ihre zur Verfügung stehende Zeit mit Feiern und schönen Momenten auszufüllen, und haben dafür zu sorgen, dass diese in ihrem Alltag überwiegen.“

Sein Orden sei immer und überall zu tragen. Und: „Jeder Bürger, Jung oder Alt, soll mit mir Karneval feiern. Ich freue mich auf jeden, der sich von mir anstecken lässt.“ Sein Anliegen sei es, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Er überlasse gerne alle unangenehmen Angelegenheiten dem lieben Arno. Er (Gert I.) werde sich die Rosinen raussuchen. Die daraus entstehenden Kosten habe der Bürgermeister zu berappen. Schließlich: „Lasst uns in meiner Session alle lachen und fröhlich sein, aber auch jeden Streit vergessen!“ Darauf schallte ein dreifaches Alaaf durch den Saal.

Bürgermeister Nelles überschlug sich geradezu vor Begeisterung: „Wir haben einen tollen Prinzen proklamiert, von der Strumpfhose bis zu den Haarspitzen.“ Er habe auf Anhieb die vom Vorgänger Micha I. (Thiel) schon hoch gelegte Messlatte mit Bravour übersprungen, gratulierte Nelles im Namen von Rat und Verwaltung. KWK-Präsident Sinken: „Wir werden mit Gert I. (Kempf) tolle Partys in der Düvelstadt feiern.“

Treue Gefolgschaft versicherte Prinzengarde-Kommandat Michael Mallmann dem proklamierten Regenten. Dessen Mariechen Romina (Krönchen) und die WKV-Damengarde legten zu seiner Ehre ein flottes Tänzchen aufs Parkett, bevor Gert I. eine mitreißende Gesangs- und Tanzshow abzog. Der Saal stand kopf!

Für den guten Ton gesorgt

Schlag auf Schlag ging es weiter im Programm. Die Stimmung noch zu steigern, vermochten die „Vier Amigos“ mit ihren flotten Öecher Tön. Mit der Öcher Börjerwehr stellte sich ein weiteres Aushängeschild aus der Kaiserstadt ein. „D´Erdnuss“ (Stefan von den Eertwegh) grüßte mit humoristischen Bonmots vom Niederrhein aus der Bütt. Die „Eefelkank“ (Eschweiler) setzte mit seinem musikalischen Feuerwerk der WKV-Karnevals-Revue eine glanzvolle Krone auf. Stets auf der Höhe des Geschehens war das Duo Silvi und Ralf, den guten Ton besorgten Manfred und Rolf Zimmermann.

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