Herzogenrath - Stadtmarketing analysiert die Kundenströme in Herzogenrath

Stadtmarketing analysiert die Kundenströme in Herzogenrath

Von: bea
Letzte Aktualisierung:
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Setzen sich für Stadt und Geschäftsleute ein: Die Akteure des Stadtmarketing-Vereins, hier Ana Maria Nandzik (2. Vorsitzende), Ingo Klein (Geschäftsführer) und Walter Breuer (Vorsitzender/v.l.).

Herzogenrath. Es könnte die Chance sein, die drei Stadtteile zumindest virtuell unter einen Hut zu bringen: Nicht nur vor Ort, sondern auch im Internet präsent sein zu können, ist eine Chance, die der Stadtmarketingverein dem örtlichen Einzelhandel zeitnah offerieren möchte.

Eine spezielle Online-Plattform soll die Basis bilden, die es Geschäftsleuten ermöglicht, ihre Angebote auch dem Internet-Trend gemäß zu präsentieren.

Anschließend an einen Vortrag des Aachener Professors Thomas Ritz über Verknüpfungsmöglichkeiten von stationärem mit dem Online-Handel fand jetzt als nächster Schritt ein Workshop mit Herzogenrather Einzelhändlern statt. Auftragnehmer war das 2012 gegründete Steinbeis Transferzentrum „Usability und Innovative Interaktive Systeme zur Informationslogistik“ unter Leitung von Ritz, dessen Ziel es unter anderem ist, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen.

Ziel des Workshops war zunächst, „zusammen mit den Einzelhändlern die ,Unique Selling Preposition‘ der Stadt Herzogenrath zu skizzieren“, wie Ingo Klein, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, erläutert. Will heißen: Die Teilnehmer machten sich daran, das Einzigartige der Rodastadt herauszuarbeiten. „Die Herausforderung liegt darin, dass es in unserem Stadtgebiet drei getrennte Zentren gibt: Herzogenrath, Kohlscheid und Merkstein. In Bezug auf die Alleinstellungsmerkmale sollten auf Wunsch des Stadtmarketings alle drei Zentren zusammen betrachtet werden. Mit der virtuellen Präsenz hoffen wir, die räumliche Distanz der Stadtteile zu überwinden“, sagt Klein.

So wurden typische Kundengruppen und typische Warenkörbe für Herzogenrath analysiert. Als auffällig stellte sich heraus, dass die männliche Kundschaft in allen drei Zentren überwiegend technisches Equipment nachfragt. Erst mit deutlichem Abstand folgen Lebensmittel für den täglichen Bedarf, Produkte für Körperpflege/Gesundheit sowie Freizeitkonsum.

Die Nachfrage der Kundinnen in den drei Zentren wird hingegen überwiegend im Bereich Kleidung gesehen. Dann folgen mit großem Abstand die Warenkörbe Lebensmittel sowie Körperpflege und Gesundheit. Insgesamt wurden Frauen tendenziell mehr Warenkörbe zugeordnet als Männern.

Deutlich wurde, dass der Einzelhandel noch einmal genau hinterfragen muss, welche Kunden über welchen Kanal in die Geschäfte kommen und was dies für deren Außendarstellung bedeutet.

Die Gründe, die Kunden zu einem Einkauf in Herzogenrath bewegen, konnten in der kurzen Workshop-Zeit nur umrissen werden: räumlicher Bezug (Wohnort, Arbeitsort, Durchgangsstation); Erlebniseinkauf, Angebotsvielfalt; Spezialisierung oder Reaktion auf ein besonderes Angebot; das Wissen um guten persönlichen Service. Im nächsten Schritt werden diese Punkte konkretisiert, unter anderem planen die Akteure dazu eine Kundenbefragung. Wichtig für das angestrebte Internetportal ist der Wiedererkennungseffekt – das heißt Werbung, Schlagworte, Begrifflichkeiten des beteiligten Geschäfts müssen sich hier wiederfinden. Widersprüchliche, gar verwirrende Informationen etwa zu Öffnungszeiten oder Ansprechpartnern gilt es zu vermeiden.

Die Neuauflage der „ParkMark“ ist das jüngste Projekt des Stadtmarketingvereins. Die werbenden Poster dafür gesellen sich zurzeit zu den Wahlplakaten der Parteien, auf deren Unterstützung die Akteure setzen. Bei einer Podiumsdiskussion am Donnerstag wird auch dies eruiert.

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