Stadthalle erlebt Besucherrekord

Von: Holger Bubel
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Höhepunkt des Neujahrsempfang
Höhepunkt des Neujahrsempfangs: Hans Vorpeil (M.) erhält von Alfred Sonders (r.) die Urkunde zur Ehrenbürgerschaft. EU-Parlamentspräsident und Weggefährte Martin Schulz (l.) gratulierte. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Sehr viel später hätte die Stadt Alsdorf ihren Neujahrsempfang nicht ausrichten dürfen. Denn bald naht die Grippezeit. Und Bürgermeister Alfred Sonders, der jeden einzelnen Gast im Foyer der Stadthalle mit Handschlag und netten Worten begrüßte, wäre ein gefährlicher Infektionsherd gewesen.

Und auch die im Verlaufe des Abends immer wieder stattfindenden Umarmungs- und Glückwunschszenarien hätten der Grippeverbreitung Tür und Tor geöffnet. Doch von alledem nichts. Dieser Abend stand im Zeichen froher Botschaften, einem positiven Rückblick auf das Jahr 2011 und einigen überraschenden Ankündigungen für die Stadt Alsdorf 2012 durch Bürgermeister Sonders - und natürlich der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Hans Vorpeil.

Dank an das Ehrenamt

Zu Beginn durfte Alfred Sonders eine neue Bestmarke verkünden: „Mit der Anmeldung von über 500 Alsdorferinnen und Alsdorfern zu diesem Abend haben wir einen neuen Rekord geschafft.” Es dürften weitaus mehr Besucher gewesen sein, die der anschließenden Rede des Ersten Bürgers lauschten.

Zunächst dankte Alfred Sonders den vielen ehrenamtlich tätigen Bürgern, die in Vereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr, in caritativen Einrichtungen oder als rüstige Senioren der Gemeinschaft dienten: „Das ist beispielhaft, das macht mich stolz. Sie alle sind Alsdorf.”

Im Rückblick auf die Entwicklung der Stadt erinnerte Sonders an das 2011 Geleistete und auf den Weg Gebrachte: der Bau einer neuen Turnhalle in Begau, der neue Kunstrasenplatz in Warden, die Turnhallensanierungen in der Broicher Siedlung und in Ofden, der Tennenplatz von Alemannia Mariadorf, die neue Cafeteria an der Realschule Marienschule, die neue Bestuhlung in der Mehrzweckhalle Hoengen, die Erweiterungen zur U3-Betreuung in den Kitas („Wir wollen die 33-Prozent-Marke knacken.”)... Vieles sei nur durch die Finanzierung aus dem Konjunkturpaket II möglich gewesen.

Natürlich standen als Meilensteine der Stadtentwicklung das Projekt Soziale Stadt und das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz)im Mittelpunkt der Ausführungen, war man doch in diesen Punkten 2011 einen gehörigen Schritt weiter gekommen: „Der erste Bewilligungsbescheid für das Kubiz ist endlich da. Das Quartiers-Projekt Soziale Stadt Alsdorf-Mitte mit ABBBA in der Luisenpassage ist ein weiterer zentraler Baustein. Jetzt geht es an die Umsetzung der großen Projekte. Es liegt viel Arbeit vor uns, auch wenn wir jetzt einmal tief durchatmen können”, wirkte Sonders erleichtert über das Erreichte.

Auch auf strukturelle Veränderungen ging Sonders explizit ein: „Im vergangenen Jahr hat die Verwaltung sich neu aufgestellt. Wir haben im Rathaus und in den städtischen Gesellschaften vieles neu strukturiert.” So etwa wurde die Gesellschaft für Stadtentwicklung gegründet, die neben der Entwicklung des Kubiz unter anderem jetzt die Pflege der Friedhöfe übernommen hat: „Da wird nun vieles besser werden”, versprach der Bürgermeister vor dem Hintergrund harscher Kritik seitens der Bürger zu diesem Thema.

Einige Überraschungen gab es bei den Ankündigungen Sonders. In der Nachbarschaft des Annageländes tut sich was: An der Prämienstraße werden die alten Siedlungshäuser abgerissen und ein Investor für die folgende Neubebauung stehe in den Startlöchern. Auch das Erscheinungsbild im Bereich des Schrottplatzes - ein rostender erster Gruß für Alsdorf-Besucher mit der Euregiobahn - soll durch den Kauf des angrenzenden Restgrundstücks des EBV durch die Firma Plum verbessert werden. „Der Bebauungsplan wird im Moment vorbereitet. Ein ordentliches Bild ist in Sichtweite”, verkündete Sonders.

Wegen der Nähe zur RWTH Aachen soll 2012 in Alsdorf auch mehr Wohnraum für Studenten entstehen. „Spezielle Angebote werden wir bald zusammen mit den großen Wohnungsanbietern in der Stadt präsentieren.” Als Anreiz für potenzielle junge Neu-Alsdorfer dürften sicherlich auch die Pläne zum Umbau der Unterstation im Schatten des Kauflands dienen. „Wir bekommen die lang ersehnte Disco!”, rief Sonders für das laufende Jahr aus.

„Herz im Bergbaurhythmus”

Neues gab es auch zum einst geplanten Stadthotel mit seniorengerechtem Wohnangebot für ältere Mitbürger „Es laufen die letzten Vorbereitungen. Im Frühjahr wird es losgehen”, kündigte Sonders an.

„Alsdorf hat den Staub von einst abgeschüttelt und hat sein äußeres Erscheinungsbild gewandelt. Wo einst das Herz einer ganzen Stadt im Bergbaurhythmus schlug, ist ein komplett neues Quartier entstanden, mitten in der City”, betonte Sonders abschließend noch einmal. Dieser Wandel gehe jedoch weiter. Wie das zukünftige Alsdorf aussehen werde, hänge auch von den Menschen ab, die in ihm lebten. „Das wollen wir, Rat und Verwaltung, nicht alleine entscheiden, sondern mit den Bürgern diskutieren”, gab er den Besuchern mit auf den Heimweg - nach einem gemeinsamen Umtrunk im Foyer, versteht sich.

Musikalisch erlebte der Neujahrsempfang durch die Chöre unter der Leitung von Günther Kerkhoffs und seiner Tochter Vera eine gerne angenommene Auflockerung des rund zweieinhalbstündigen Programms. So traten zwischen den Redebeiträgen, unter anderem auch von B. Stephan Baldin vom Vorstand der Aachener Stiftung Kathy Beys zum Thema „Heimat 2035 - Zukunft, Szenarien, 3Länderregion”, die Städtische Singschule und der Kinderchor, der Städtische Jugendchor und der Städtische Chor sowie die Gruppe andersArt auf.
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