Würselen - Stadt Würselen soll weiter ein attraktiver Standort bleiben

Stadt Würselen soll weiter ein attraktiver Standort bleiben

Von: ehg
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Neujahrsempfang 2013 in der Aula an der Klosterstraße: Bürgermeister Arno Nelles blickt mit Optimismus auf ein arbeitsreiches Jahr. Foto: W. Sevenich

Würselen. „Frage nicht, was deine Stadt für Dich tun kann, sondern frage, was du für deine Stadt tun kannst“, appellierte Bürgermeister Arno Nelles auf dem Empfang zum neuen Jahr in der Aula an der Klosterstraße an die Bürgerinnen und Bürger, sich auch im neuen Jahr aktiv zum Wohle des Gemeinwesens zu engagieren.

Als leuchtendes Beispiel führte er ihnen die Sternsinger vor Augen, die in diesen Tagen bei Wind und Wetter unterwegs waren, um Segen zu bringen und Segen zu sein für notleidende Menschen in Tansania, aber auch weltweit.

Auf „Glück auf Würselen!“ stieß Nelles mit seinen Gästen auf das Gelingen des neuen Jahres an. Zu ihnen zählten neben dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, auch MdB Helmut Brandt (Alsdorf) und MdL Hendrik Schmitz (Baesweiler) sowie der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck (Simmerath). Aber auch seine übrigen Vorgänger im Amt, Bernd Thielen, Wolfgang Peltzer und Werner Breuer, sowie Amtskollegen beziehungsweise deren Stellvertreter aus Nachbarkommunen.

In seinem Rückblick auf 2012 sprach Nelles vor allem die „Wermutstropfen“ an. Dabei durfte er feststellen: „Wir haben den Sanierungsplan für den Haushalt der Stadt (gemäß dem NRW-Stärkungspaktgesetzes) innerhalb eines halben Jahres gemeinsam erstellt, untereinander abgestimmt, beschlussreif gemacht und letztendlich fristgerecht beschlossen – mit Unterstützung nahezu aller politischen Kräfte im Rat.“ Darauf sei er stolz und dafür bedanke er sich bei allen Beteiligten. „Nach über zehn Jahren haben wir wieder einen genehmigten Haushalt.“

Angesichts eines ständig steigenden Schuldenberges wäre es unseren Kindern gegenüber unverzeihlich gewesen, weiterhin die Augen zu schließen und weiter jedes Jahr den ohnehin schon schwindelerregenden Schuldenberg zu erhöhen. Nelles wies darauf hin, „dass an einer Novellierung des Gemeindefinanzierungsgesetzes kein Weg vorbei führt“.

Altlasten dürften nicht zu einer Hypothek für die Zukunft werden. Die Kommunen dürften bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nicht länger alleine gelassen werden, schrieb er dem Land und dem Bund ins Stammbuch. Die städtischen Finanzen in Ordnung zu bringen, sei auch weiter Aufgabe von Rat und Verwaltung. Nicht unerwähnt ließ er, „dass meine Mitarbeiter selbst den höchsten Sparbeitrag im Rahmen des Sanierungsplans leisten“. In Sachen Benutzungsgebühr für die Sportstätten müsse endlich eine Entscheidung getroffen werden.

Angesichts der Diskussionen über die Neugestaltung der Schullandschaft in Würselen habe er „die Welt nicht mehr verstanden“. Er betonte, in einem ungewöhnlichen Schulterschluss aller politischen Entscheidungsträger habe der Rat beschlossen, die Errichtung einer Gesamtschule und die Einrichtung des Ganztagsbetriebs an der Realschule und am Städtischen Gymnasiums bei der Regierung zu beantragen. Rat und Verwaltung seien einvernehmlich der Ansicht gewesen, dass eine Stadt wie Würselen seinen jungen Menschen alle möglichen Bildungsabschlüsse bieten sollte. Ihn störe an der derzeitigen Diskussion, „dass unser eigentliches Ziel, die Optimierung der Bildungschancen unserer Kinder, aus den Augen verloren wird“. Nelles‘ Appell: „Lasst uns im Interesse unserer Kinder entscheiden!“ Er werde kurzfristig mit allen Beteiligten Gespräche führen, „damit wir unserer gemeinsamen Aufgabe gerecht werden können.

Wichtige Weichenstellungen

Gemeinsame Aufgabe sei es auch in 2013, „unsere Heimatstadt Würselen wieder auf sichere Beine zustellen und uns auf einen fairen Standortwettbewerb mit unseren Nachbarstädten einzulassen“. Auf dem Sektor Wirtschaftsförderung habe sich eine Menge im letzten Jahr getan. Firmen hätten sich neu angesiedelt, andere sich deutlich erweitert und damit langfristig ihren Standort gesichert. In den letzten Tagen des Jahres 2012 sei noch die Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt worden, die auf 28.000 Quadratmetern die Ansiedlung eines namhaften Logistikzentrums ermöglicht.

Mit dem Neubau der Werkstätten des Caritas-Behindertenwerkes an der Krefelder sei nicht nur aus gewerblicher Sicht eine wertvolle Ansiedlung gelungen. Sie habe darüber hinaus auch einen hohen sozialpolitischen Stellenwert. In „Kapellenfeldchen“ sei im letzten Jahr der Spatenstich zum größten zusammenhängenden Neubaugebiet in der Geschichte der Stadt mit einem Gesamtvolumen von 80 Millionen Euro erfolgt. Nelles: „Die riesige Nachfrage und die aktuelle Verkaufsquote bestätigen die ungetrübte Attraktivität des Wohnstandortes Würselen.“ Nicht zuletzt verwies der Bürgermeister auf die Erweiterung des Standortes Marienhöhe des Medizinischen Zentrums, wo 40 Millionen Euro investiert werden.

Sobald das Wetter es erlaubt, werde – so Nelles – die Verkehrssituation vor St. Sebastian angepackt werden. Wichtige Weichenstellungen werde 2013 auch bei der endgültigen Entwicklung des Singergeländes bringen.

Die Stadt selbst werde das Hauptaugenmerk auf die Bestandsverbesserung der eigenen Immobilien legen. Er hoffe, dass schnellst möglich ein Weg gefunden werde, in die Schulen zu investieren. Arno Nelles: „Investitionen in die Zukunft sind rentierliche Investitionen.“

Es blieb bei diesem Empfang noch reichlich Zeit, um ungezwungen mit dem Bürgermeister, aber auch untereinander ins Gespräch zu kommen. Und um das Glas zu erheben.

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