Stadt startet Umrüstung auf LED-Leuchtmittel

Von: mas
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Die Sporthalle der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf wurde – einschließlich der Türen – energetisch saniert. Auch in dieses Projekt steckte die Stadt Alsdorf viel Geld. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Man kennt das. In Privathaushalten fordern energiebewusste Bewohner schon mal mit scharfen Worten „Licht aus!“ Oder auch als „Gruß“ an die Kinderchen – aber auch an drömelige Erwachsene: „Tüüür zu!“ Komplett wird’s, wenn es heißt: „Lass das Wasser nicht so lange laufen. Das kostet“. Um eben solche Kosten auch in öffentlichen Bereichen zu erfassen und zu senken geht die Stadt Alsdorf hin und stellt den Energie- und Medienbericht 2015 vor.

Dies passierte jüngst im Ausschuss für Gebäudewirtschaft. Dort legte Kathrin Koppe die Erfassung aller Medienverbräuche (Strom, Wasser und Gas/Öl) ab dem Jahre 2012 von 57 städtischen Gebäuden auf 30 Liegenschaften vor. Die Geschäftsführerin der GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH nahm sich viel Zeit, dem Ausschuss für Gebäudewirtschaft – Vorsitz Friedhelm Krämer – das Werk nahe zu bringen. Dies wird zukünftig eine regelmäßige Übung der GSG, die alle zwölf Monate vorgenommen wird. Bevor der Tagesordnungspunkt der Politik und der Verwaltung vorgestellt wurde, rüffelte Vorsitzender Friedhelm Krämer die Alsdorfer „Grünen“. Krämer bemerkte unter anderem: „Sie haben einige Forderungen von energetischen Optimierungen der Gebäude gestellt, sind aber nie im entsprechenden Arbeitskreis, der für den Ausschuss für Gebäudewirtschaft vorbereitend arbeitet, anwesend“.

Kathrin Koppe hielt nach dem sehr umfangreich angelegten Bericht, der alle städtischen Gebäude und Liegenschaften mit Baujahr, Größe und Nutzerzeiten umfasst, fest: „Wir wollen in allen öffentlichen Gebäuden die Verbräuche von Energien minimieren, in dem wir die technischen Anlagen optimieren und energetische Baumaßnahmen umsetzen“. Der Bericht wird weiter fortgeschrieben und die Bildung von Kennzahlen, beispielsweise von Wassermengen pro Nutzer oder Wärmeverbrauch – bezogen auf die Gebäudekubatur – schaffen fundierte Voraussetzungen, um weitere Maßnahmen im Ausschuss zur Energieverbrauchs- und CO2- Ausstoßminim ierung abzustimmen und festzulegen. Bereits in diesen Sommerferien wird begonnen, so erläuterte Kathrin Koppe, auf LED-Leuchtmittel umzurüsten.

Etwa 650 Neonröhren im roten und grünen Gebäude der Gustav-Heinemann-Gesamtschule werden durch energiesparende LED-Röhren ausgetauscht. Daraus werden Einsparungen von 37 200 Kilowattstunden pro Jahr erzielt. Als derzeit gute und verbrauchsarme Gebäude nannte Kathrin Koppe unter anderen die Grundschule Anna oder auch die Marien-Realschule. Relativ konstante Verbräuche habe auch die im 24-Stunden-Betrieb arbeitende Feuerwehr in der Luisenstraße vorzuweisen. Ebenfalls positiv kam an, dass die GSG seit März einen Haustechniker im Team hat, der sich unter anderen auch um die Optimierung der Vielzahl der technischen Anlagen in den städtischen Gebäuden kümmert. Heinrich Plum (SPD) bewertete den Bericht als „hervorragende Arbeit“.

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