Stadt Alsdorf erhöht Bestattungsgebühren

Von: HOLGER BUBEL
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Alsdorf. Die Ratsmitglieder wollten es genau wissen – und bekamen sie dann haarklein präsentiert: die Kalkulation für die Friedhofsgebühren. Eine saftige Erhöhung gibt es bei den Bestattungsgebühren.

In einem munter-launigen Vortrag erläuterte Eberhard Goebel, Diplom-Ökonom und Gutachter vom Institut für kommunale Haushaltswirtschaft, ein Zahlenwerk, das keine Wünsche offen ließ und letztlich nur zu einem Beschluss führen konnte: Die Friedhofsgebühren werden angepasst. Eigentlich, so war den Ausführungen Goebels zu entnehmen, habe Alsdorf zu viele Friedhöfe mit zu großen Freiflächen, was Kosten verursache, die nicht alleine über die Gebühren gedeckelt werden könnten.

Damit steht Alsdorf nicht alleine da, es ist ein Problem, das alle Kommunen kennen und managen müssen. „Die Kapazität des Nordfriedhofs alleine reicht eigentlich aus“, sagte der Ökonom. Das wiederum ist aber nicht im Interesse der Stadt, betont auf Nachfrage Erster Beigeordneter Ralf Kahlen und der Friedhofskommission, die den Bestand optimieren will, vorstehend. „Wir wollen die Friedhöfe als Orte der Trauer und Erinnerung an die Verstorbenen behalten. Die bestehenden werden also weiter existieren“, garantiert Kahlen, sagt aber auch, dass sie im Flächen- und Grabstellenangebot – dass etwa nicht alle Bestattungsarten möglich wären – kleiner werden könnten.

Einsparpotenzial sieht der Beigeordnete in den großen Friedhöfen Kellersberg und Nordfriedhof. „Aber auch das ist schwer zu gestalten.“ Kosten reduziert werden könnten eigentlich nur bei der Pflege der freien Flächen. Solche aber werden aufgrund zunehmend gewünschter kleiner Bestattungslösungen, etwa in Urnenstelen oder in amerikanischen Gräbern, mehr.

Einstimmig wurde eine Änderung der Friedhofssatzung beschlossen, die vorsieht, dass die Kosten und Folgeaufwendungen für Reihengräber sinken und für Urnen- und amerikanische Gräber angehoben werden. So kostet künftig ein Reihengrab 945 Euro (vorher 1171 Euro), ein Urnenreihengrab 636 Euro (451 Euro).

Eine saftige Erhöhung gibt es bei den Bestattungsgebühren. Kostete bislang die Bestattung in einem Sargreihengrab 169 Euro, werden zukünftig 800 Euro zu berappen sein. Gleiche Preisänderung gilt für das Sargwahlgrab.

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