Aachen/Alsdorf - Staatsanwalt fordert neun Jahre für versuchten Mord

Staatsanwalt fordert neun Jahre für versuchten Mord

Letzte Aktualisierung:

Aachen/Alsdorf. Für Rainer E. (27) war das der letzte Tag vor dem Urteilsspruch des Aachener Schwurgerichts am Mittwoch, 29. September (9 Uhr). In seinem „letzten Wort” sagte er noch einmal ganz leise in Richtung des Opfers, seiner Ehefrau Patrizia E.: „Was ich getan habe, das ist nicht zu entschuldigen. Patrizia, die Tat tut mir wirklich leid.”

Am 18. Februar hatte der oftmals straffällig gewordene Arbeiter, der seit etwa drei Jahren mit der Mutter zweier Kinder zusammenlebte, abends gegen 21 Uhr auf einem Spielplatz in der Nähe ihrer Hoengener Wohnung seine Ehefrau bei einer Aussprache mit 18 Messerstichen niedergestreckt.

Nur durch einen Zufall, so Rechtsmediziner Prof. Markus Rothschild (Köln), sei es nicht zu schwereren und akut lebensbedrohlichen Verletzungen durch das etwa 30 Zentimeter große Küchenmesser gekommen.

Die Heftigkeit des unvermuteten Angriffs ließ der Strafzumessung keine andere Wahl. Für Staatsanwalt Oliver d´Avis war die Tat versuchter Mord, Heimtücke sei eines der Mordmerkmale. Er forderte am Montag neun Jahre Haft.

Für den Angeklagten legte sich Verteidiger Dieter Ferner ins Zeug. Sein Mandant sei seit seiner Kindheit in unsteten Familienverhältnissen groß geworden, die Geschehnisse kurz vor der Tat in der Familie hätten ihm den Boden unter den Füßen weggerissen.

Das Urteil ergeht am Mittwoch. Anwalt Ferner forderte eine Strafe, die unter acht Jahren liegen solle.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert