St.-Sebastianus-Schützen Weiden: Willi Reim erfüllt sich seinen Traum

Von: ehg
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Großer Jubel herrscht bei der St.-Sebastianus Schützenbruderschaft Weiden, denn der Vorsitzende Willi Reim konnte zum ersten Mal in der langen Tradition der Schützen die Kaiserwürde erringen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Da die St.-Sebastianus-Schützen Weiden die recht zahlreichen Besucher beim Königsvogelschuss nicht länger auf die nass-kalte Folter spannen wollten, machten sie aus der Not eine Tugend und verlegten den Wettstreit um eine Stunde vor. 17 Schützen traten in den ersten beiden Runden an, elf ambitionierte Konkurrenten setzten ihn fort.

Bereits in der fünften Runde des KK-Wettbewerbs zeigte das Holz auf der Stange Auflösungserscheinungen. Ein Reststück verhakte sich hinter der Schraube, so dass die Herausforderung für die Schützen gewachsen war. Es musste halbiert werden.

Den alles entscheidenden Treffer landete in einer großen Kraftanstrengung der noch amtierende König Willi Reim kurz nach 20 Uhr. Er erfüllte sich seinen sehnlichen Wunsch und errang die Kaiserwürde. Nach 2001, 2004, 2006 und 2015 hatte er zum fünften Male das Königssilber – gemäß der Satzung – in seinen Besitz gebracht. Die Freude war nicht nur bei ihm riesengroß, auch bei den übrigen Schützenbrüdern, die ihm feste die Daumen gedrückt hatten und anschließend nach Gebühr hochleben ließen.

König Willi und Königin Angelika Reim freuten sich in netter familiärer Runde befreundete Bruderschaften begrüßen und deren Glückwünsche entgegennehmen zu dürfen. Waren sie doch nicht mit leeren Händen gekommen. Bezirksbundesmeister Karl-Josef Offermanns waltete erstmalig seines Amtes: Er ehrte die Aktiven Gertrud Kroppenberg und Jürgen Ritzerfeld für ihre langjährigen Verdienste um „Glaube, Sitte und Heimat“ mit dem Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Nach dem sonntäglichen Besuch des von Pfarrvikar Karl-Josef Pütz in der Pfarrkirche St. Lucia zelebrierten Gottesdienstes ermittelte der Nachwuchs seine neuen Majestäten auf dem Flachstand. Schülerprinzessin wurde Tamara Jüttemann mit dem dritten Schuss. Mit dem 84. Schuss entschied Pierre Mertens den Wettstreit der sechs Jugendlichen für sich.

Als Prinzessin und Prinz werden sie ihre Treffsicherheit auf Diözesanebene unter Beweis stellen können. Zeitgleich holten acht Feuerwehrleute den auf dem Hochstand aufgesetzten Vogel mit dem KK-Gewehr von der Stange. Hermann Vonhoegen sicherte sich mit dem 100. Schuss den Pokal.

Unter den Klängen der Blaskapelle und des Spielmannzuges Schaufenberg sowie der „Oberländer Bu‘am“ marschierte die Bruderschaft mit ihren Majestäten und Gästen durch den Ort zur Schützenwiese auf. Die St.-Laurentius-Schützen aus Meeswijk (Belgien) erlegten mit dem 140. Schuss einen weiteren Vogel.

Beim Nassauer Jungenspiel traf Maiknecht Jan Lürken mit dem 101. Schutz ins Schwarze. 126 Schuss benötigten die Fahnenschwenker Grün Weiß Weiden, um ihren „König“ Christian Brsoska hochleben zu lassen. Musikalisch umrahmt wurde das Schützenfest durch Diskjockey Nick Schuran.

Der Ehrenkönig der Bruderschaft wird Fronleichnam, 26. Mai, um 17 Uhr ermittelt. Zuvor werden um 14 Uhr der Josefine Hirsch-Pokal und um 15.30 Uhr der Wolfgang Fritz-Wanderpokal ausgeschlossen. Der Geldvogel wird um 18.30 Uhr aufgesetzt werden.

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