Würselen - St. Sebastian im kunstvollen Scheinwerferlicht

St. Sebastian im kunstvollen Scheinwerferlicht

Von: ehg
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Festlicher Lichterglanz: Von den Technikern der Würselener Firma Bergrath & Siebert wird St. Sebastian kunstvoll in Szene gesetzt. Foto: Wolfgang Sevenich
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Bummel über den Weihnachtsmarkt: Wind und Regen kann zahlreiche Besucher nicht davon abhalten, die Budenstadt zu besuchen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Schade, schade, schade! Stellte sich doch das von den Meteorologen prophezeite schaurige Wetter am ersten Sonntag im Advent ein, so dass der 37. Weihnachtskunstmarkt zu Füßen des in den Abendstunden illuminierten „Doms“ nicht seine Pracht so entfalten konnte wie 24 Stunden zuvor.

Da hatte noch über weite Strecken die Sonne geschienen und Hoffnung für den nächsten Tag geweckt. Am Sonntag waren die langjährigen Macher Gabriele und Adolf Maassen, sowie die Newcomer Alexandra und Bernd Reichenberg und Roland Holland froh, wenn dunkle Regenwolken vorüberzogen, ohne ihre schwere Last über dem Markt ausgeschüttet zu haben. Dennoch: Auch der Weihnachts-Kunstmarkt 2015 machte seinem Namen alle Ehre! Gute Dienste leistete das mit einer Cafeteria ausgestattete Zelt.

Reichhaltig und vielfältig war die Angebotspalette. Sie reichte von Kuscheltieren und Porzellanschmuck über Schals, Hüte und Taschen aus Filz bis hin zu Mineralien und Glaskunst, aber auch von Erzgebirgischer Holzkunst und Radierungen über Stahlobjekte und Arbeiten Ton in Ton bis hin zur leckeren Konfitüre und zu modischen Trendmützen.

Da wurden so viele Wünsche geweckt, dass die Qual der Wahl groß war. Der Förderverein Kirchenmusik bot wieder seinen „Edeltrödel“ und antiquarische Bücher zum Kauf an. Der Lions-Club warf den Ofen in der Spekulationsbäckerei an und veräußerte seine Mistelzweige, ebenfalls für einen guten Zweck.

Erlös auch für Ruanda bestimmt

Am Unicef-Stand wurde Samstag bereits ein Rekordumsatz vermeldet. Die beliebten Specksteinfiguren aus Kenia hatte die Freundschaftsgesellschaft Burkina/Réo neben Antiquarischem im Angebot. Das Messdiener-Team servierte einen leckeren Kinderpunsch und eine alkoholfreie Feuerzangenbowle. Die VfR-Mädels ließen beim Anblick ihrer Pralinen, Plätzchen und Obstspieße das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Teig angerührt wurde unentwegt in der Waffelbude. Im Vorfeld schon fleißig Plätzchen gebacken hatten Frauen der Pfarre. Zum festen Bestandteil des Weihnachts-Kunstmarktes zählte der Südtirolstand. Vor zehn Jahren hatte sie Dieter Meeßen bei einem Urlaub in Steinach, unweit von Bozen im Eisacktal gelegen, mit dem dortigen Vorsitzenden des Touristikvereins, Werner Mahlknecht, auf den Weg gebracht.

2007 hatten der Initiator und seine Freunde die Betreuung des Südtirolstands in eigener Regie übernommen. Das Angebot an landestypischen Spezialitäten wuchs derart, dass eine zweite Bude eingerichtet werden musste. Wieder einmal mit von der Partie war anlässlich des kleinen Jubiläums der Mitgründer dieser freundschaftlichen Beziehungen, Werner Mahlknecht.

Er schenkte fleißig edlen Traubensaft, aber auch Hochprozentiges ein. Insgesamt 247 Helferinnen und Helfer waren an zwei Tagen im Einsatz und sorgten mit dem Organisationsteam gemeinsam dafür, dass der Weihnachts-Kunstmarkt 2015 trotz der Witterung am ersten Advent ein Erfolg wurde.

Zu bewundern gab es die von Heinz Boltz und Hans Herwartz unter der Empore in der Kirche ausgestellten Krippen, von traditionell bis modern. Weihnachtsschmuck bastelten Kids des DRK-Kindergartens. Den roten Teppich für den Besuch von St. Nikolaus und Knecht Ruprecht rollte der Kinderchor der Pfarre unter der Leitung von Kantorin Ulrike Botzet in der Kirche aus.

Über Präsente durften sich die kleinen Sängerinnen und Sänger freuen. Die heimelige Budenstadt zog auch in diesem Jahr wieder viele Besucher in ihren Bann. Die gesellige Begegnung der Mensch stand dabei im Mittelpunkt. Allein deshalb kann es – trotz des großen Aufwandes – nur heißen: Auf ein Neues im nächsten Jahr.

Der Erlös des Marktes 2015 ist für Schulkinder in Ruanda, ein Projekt der pensionierten Rektorin der Katholischen Grunde, Adelheid Fröhlich, für die Förderung von Projekten mit Kindern, Jugendlichen und Senioren in der Pfarrei sowie für die Flüchtlingshilfe bestimmt.

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