St. Andreas: Gotteshaus für 200.000 Euro aufgewertet

Von: mas
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Wichtige Dokumente: GdG-Pfarrkoordinator Franz Römer und Pfarrer Ferdi Bruckes präsentieren sehr wertvolle handschriftliche Aufzeichnungen und das seit 1826 geführte Lagerbuch über das Vermögen und die Gerechtsame der Pfarre St. Andreas Setterich. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Wenn es sein musste, konnte Joseph Stegers auch sehr energisch werden. Zum Beispiel, als der Priester beim Bischöflichen Generalvikariat in Aachen vorsprach. In den 1950er Jahren war das.

Setterich hatte nur eine „Notkirche”, eine bessere Holzbaracke, und die Christen wie auch ihr oberster lokaler Hirte riefen innig nach einem Gotteshaus. Irgendwann wurden die aufgedrückten Sparpläne und die Taktiererei in der übergeordneten Behörde dem engagierten Settericher Pfarrer zu viel. Er rollte seine Pläne zusammen und beendete die Diskussionen. „Schluss jetzt. Das Ding wird so gebaut!”

Sonntag feiert das „Ding” seinen 50. Geburtstag. Die Pfarrkirche St. Andreas - sie wurde am 1. Oktober 1961 feierlich eingeweiht - ist in den vergangenen Monaten gründlich renoviert worden. Auch das wird die Pfarrgemeinde am Sonntag ab 9.30 Uhr würdigen.

Im Gespräch mit unserer Zeitung ließen Baesweilers Pfarrer Ferdi Bruckes und Franz Römer, Koordinator der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Marien, die Zeiten des Aufbruchs vor dem Bau der Kirche nochmals im Wort und mit Dokumenten lebendig werden. Rastlos und voller Tatendrang ging Joseph Stegers das ehrgeizige Projekt damals an. Sogar die Sammeltüten für die Spenden gestaltete der Pfarrer selbst.

Ferdi Bruckes schmunzelte beim Erzählen und klappte das Stegersche Tagebuch auf: „Die Verhandlungen mit dem Generalvikariat waren damals knallhart, denn einen Turm und eine Glocke sollte die Kirche eigentlich nicht haben. Es sollte nur ein Gebäude mit einer Sakristei sein.” Während der Pfarrer in Aachen verhandelte, saßen die Gläubigen in Setterich zusammen und beteten für den Erfolg der Mission.

Schließlich musste man 660.000 Mark (338.000 Euro) aufbringen, um eine Kirche zu errichten, die „für damalige Verhältnisse ein moderner und richtungsweisender Bau war”. Denn nach der Fertigstellung der Settericher Kirche „wurden viele Kirchen so geplant”. In den vergangenen Monaten, renoviert wurde von Juli bis Oktober, hat man noch mal 200.000 Euro aufgewendet, um das Gotteshaus „fit” zu machen. Franz Römer sagt: „Die Pfarre musste noch mal ganz tief in die Tasche greifen”. Sonntag wird sich die Gemeinde (der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr) zum Geburtstag treffen.

Wahrscheinlich werden auch Zeitzeugen dabei sein, die damals gemeinsam mit Bischof Johannes Pohlschneider die „Kirchweih” vornahmen und das vom Kölner Architekten Stefan Leuer geplante Gebäude feierten. Die Renovierung bezog sich in erster Linie auf den Kirchenraum. Neben Wand- und Deckenanstrich erhielten die Bänke ihr ursprüngliches Aussehen und eine neue Sitz- und Kniepolsterung. Die Beleuchtung wurde nach energetischen Gesichtspunkten gestaltet, komplett erneuert und sorgt für bessere Lichtverhältnisse. Die Fenster sind grundlegend instand gesetzt und mit einem Schutz vor Vandalismus versehen.

Mit dem Gottesdienst beginnen die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Kirchweih. Im Anschluss empfangen Kirchenvorstand und Gemeindeausschuss der Pfarre St. Andreas in der neu gestalteten Kirche den Besuch. Der Geschichtsverein Setterich steuert eine Fotoausstellung bei.
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