Würselen - Springen und Werfen auf ganz hohem Niveau

Springen und Werfen auf ganz hohem Niveau

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:

Würselen. Eine Drehung, umsetzen und alle Dynamik in den Abwurf legen. Schon schnellt der Hammer aus dem Wurfkäfig. Runter kommt der Drei-Kilogramm-Hammer der zwölfjährigen Isabelle Beckers jenseits der 40-Meter-Marke.

Damit wirft sie deutlich weiter als alle erwachsenen Teilnehmerinnen bei der Kreismeisterschaft im Hammerwerfen bei der DJK Armada Euchen-Würselen.

Zwischen ihren Versuchen holt sich die junge Kreisrekordlerin Tipps von ihrem Trainer und Vater Det Beckers. Der ist hochzufrieden mit der Leistung seiner Tochter: „Das ist schon extrem konstant. Jeder Versuch ist weiter als 40 Meter.”

Das gelingt durch hohe Konzentration auf die Technik. Denn entscheidend für eine große Weite sind die Grundlagen, die im Techniktraining gelegt werden. Die kraftvollen Athleten, die beim Armada-Werfertag am Start waren, brauchen gute technische Voraussetzungen, sonst kommen Hammer, Diskus und Kugel schneller runter, als es den Sportlern lieb ist.

Die Leichtathletik-Abteilung von Armada Euchen-Würselen hat sich auf die Wurf- und Stoßdisziplinen spezialisiert. Und das nicht ganz freiwillig. „Wir haben ja keine Laufbahn”, sagt Friedhelm Pongs, Abteilungsleiter Leichtathletik der Armada, „darum bauen wir auf die Wurfdisziplinen.” Dafür stimmen die Voraussetzungen fürs Werfen bei der DJK. Pongs: „Diskus- und Hammerwerfen sind auf Rasen nicht immer machbar. Dann beschweren sich die Fußballer über die Löcher im Platz.”

Auf dem Aschenplatz an der Paulinenstraße richten aber selbst die 7,25-Kilo-Hämmer der Männer keinen großen Schaden im Wurfsektor an.

Zusätzlichen zu den Wurfdisziplinen richtete Armada Euchen-Würselen auch die Kreismeisterschaft im Stabhochsprung aus. Tobias Alt räumte den Titel überlegen ab. Bei der schwierigen Kombination aus Anlaufschnelligkeit, Absprung und Geschicklichkeit an der Stange übersprang der 20-Jährige von Raspo Brand 3,55 Meter - persönliche Bestleitung. Alt: „Damit bin ich zufrieden. Als Zehnkämpfer macht man das ja doch nicht so oft.”

Mit diesen hoch spezialisierten Disziplinen lockten die Würselener Leichtathleten Starter aus Köln, Uerdingen und Pulheim in ihren Wurfkäfig. Pongs: „Dass wir Hammerwerfen und Stabhochsprung anbieten, ist schon außergewöhnlich.” Trotz der hohen Anziehungskraft der selten ausgetragenen Disziplinen kämpft Pongs schon seit Jahrzehnten für eine Laufbahn um den Sportplatz. Damit könne der Verein noch mehr Kinder und Jugendliche für die Leichtathletik begeistern.
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