Sprachbarrieren werden bei der Begegnungswoche schnell überwunden

Von: fs
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Der kommende Präsident des Rotary-Clubs Aachen-Land, Ulrich Reinartz (r.) und Reinhard Gawlak (2.v.r.) überreichten dem Leiter der Roda-Schule, Thomas Kürten, im Beisein von Konrektorin Andrea Pfeiffer (2.v.l.) und Wilhelm Schröder (l.) von der Städteregion einen Scheck zur Finanzierung der Begegnung. Foto: W. Sevenich

Herzogenrath. Der Rotary Club Aachen-Land unterstützt die Begegnungswoche von Schülern der Roda-Schule in Herzogenrath und des Partnerkreises Jelenia Góra in Polen. Die Städteregion unterhält eine intensive Partnerschaft mit Jelenia Góra. In unterschiedlichen Bereichen arbeiteten die beiden Verwaltungen zusammen. Für den Bereich Sonderpädagogik hatte die Roda-Schule die Koordinierung und Betreuung mehrerer Besuche polnischer Sonderpädagogen in der Städteregion organisiert.

So wurden den polnischen Besuchern Einblicke in die sonderpädagogischen Fördermöglichkeiten von der Früherziehung über Kindergarten, Schulen, Werkstatt für behinderte Menschen des Caritasverbandes und Wohnsituationen vorgestellt. In Gegenbesuchen konnten deutsche Sonderpädagogen Einblicke ins polnische Bildungs- und Betreuungssystem nehmen. Dabei wurde auch das Heim für Jungen und Männer in Milkow besucht. Daraus entstand die Idee, polnische und deutsche Schüler mit geistiger Behinderung in einer Begegnungswoche im Schullandheim Paustenbach zusammenzubringen. Die erste Begegnung war im Spätsommer 2006. Es war faszinierend, wie schnell alle zueinander fanden. Sprachbarrieren gab es nicht, Kontakte wurden schnell geknüpft.

Projekte des Sozialfonds‘

Für 2013 ist eine weitere Begegnungswoche geplant, erklärt Thomas Kürten, Leiter der Roda-Schule. Von 15. bis 19. April sollen sich 26 Schüler aus Milkow und Herzogenrath in Paustenbach treffen. Auf polnischer Seite handelt es sich zum größten Teil um Jugendliche ohne Familienkontakte, die von der staatlichen Wohlfahrt versorgt werden. Bei den deutschen Jugendlichen lebt der größte Teil der Familien von Harz IV. Geplant ist neben Spiel und Sport auch ein Besuch des Informationszentrums „Burg Vogelsang“.

Sponsoren für diese Maßnahme wurden gesucht. Die gesamten Kosten wurden nun vom Rotary Club Aachen-Land übernommen. Der kommende Präsident Ulrich Reinartz und der Vorsitzende des Sozialfonds‘, Reinhard Gawlak, überreichten einen Scheck an Schulleiter Kürten. Für die Schulverwaltung der Städteregion dankte Wilhelm Schröder für die großzügige Spende.

Im Rahmen des Sozialfonds‘ des Rotary-Clubs ist dies nur ein Projekt, das unterstützt wird. Der Rotary-Club sucht im Bereich Aachen-Land Vereine, Institutionen, Aktionen, Aktivitäten, die gute Arbeit für das Gesamtwohl leisten, hierbei sollte mindestens eines von vier gesetzten Merkmalen zutreffen: Bemühung um Völkerverständigung, spezifische Bildungs- und Erziehungsarbeit, Unterstützung von Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung, besondere Art von Jugendpflege und Jugendfürsorge. Die geplante Begegnung erfüllt das gesamte Spektrum, lobt Ulrich Reinartz.

Und die Schüler aus Herzogenrath und die polnischen Jugendlichen freuen sich schon auf die Begegnungen.

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