Alsdorf - Sportstätten: Wirtschaftlichkeit und Anpassung an Bedarf

Sportstätten: Wirtschaftlichkeit und Anpassung an Bedarf

Von: bea
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Alsdorf. Fünf Sportanlagen mit sechs Sportplätzen und fünf Vereinsheimen sollen bis 2020 im Stadtgebiet „aus der sportlichen Nutzung entfallen“. So sieht es der Sportstättenentwicklungsplan (SPEP) vor, der im Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur am heutigen Dienstag im Rathaus beraten wird, Beginn 18 Uhr.

Als Basis dient eine Bedarfsberechnung anhand von Daten über das Sportverhalten der Einwohner: Welches Sportverhalten gibt es mit welcher Häufigkeit in welchem Umfang, auf welchen Sportanlagen und -gelegenheiten und an welchen Standorten – momentan sowie hochgerechnet bis 2020?

Die Verwaltung stellt auch klar: Sportförderung könne nur beschränkt auf die „Grundversorgungsaufgaben“ im Breiten- und Schulsport mit Schwerpunkt Kinder und Jugendförderung erfolgen. Besondere Bedeutung habe Schul- und Vereinssport, durch den auch „zahlreiche gesellschaftspolitische, aber, was noch viel bedeutungsvoller ist, soziale Leistungen erbracht werden“.

Mit dem SPEP soll ein Planungsprozess in Gang gesetzt werden, der ziel- und bedarfsorientierte Veränderungen bewirke und auf den Bedarf der Bevölkerung – vereins- und nicht vereinsgebunden – eingeht. Oder im Umkehrschluss: Sportplätze, die weniger als 50 Prozent ausgelastet sind, seien einfach nicht mehr wirtschaftlich, wie Bürgermeister Alfred Sonders auf Anfrage darlegt. Er betont, dass die Vorstände aller betroffenen Vereine bereits ihre Zustimmung zu den Vorschlägen des SPEP gegeben hätten.

Und die besagen für Planbereich A (frühere Stadt Alsdorf): Zusammenlegung des Spielbetriebs SC Kellersberg und JSV Alsdorf auf der neu zu bauenden Schul- und Vereinsanlage am Kubiz. SSG Zopp, SG Duffesheide und RW Alsdorf kooperieren an der Ottenfelder Straße. SV BW Alsdorf und SV Hoengen rücken auf der Anlage der Gustav-Heinemann-Gesamtschule zusammen.

Spvg. Ofden bleibt am Schleibacher Weg, ein zusätzliches Kleinspielfeld ist dort für den Trainingsbetrieb erforderlich. Für Planbereich B (ehemalige Gemeinde Hoengen) ergibt sich: SV Broicher Siedlung und SV Hertha Mariadorf trainieren in der Broicher Siedlung, für Hertha werden eigens Container angeschafft.

Eintracht Warden gilt auf dem 2011 neu errichteten Kunstrasenplatz an der Quellenstraße als gut aufgehoben. Die Sportanlage von Alemannia Mariadorf am Südpark soll mit ihren Leichtathletik-Nebenanlagen weiter auch dem Schul- und Vereinssport dienen. Der dortige Rasenplatz muss erneuert werden, der eine Trainingsbeleuchtung aus dem Bestand wegfallender Sportanlagen erhält.

Diese „Optimierung“ der Sportstättennutzung reduziere auch Betriebs- und Unterhaltungskosten der Vereine, so die Verwaltung.

Die Sportart Schwimmen sei für Schule, Vereine und Freizeit mit Luisenbad und Lehrschwimmbecken Poststraße abgedeckt. Und 17 Tennisplätze seien zudem ausreichend für den weißen Sport.

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