Sportplatzschließung: Gestaltungsmehrheit stellt sich „emotionalem Gespräch”

Von: Holger Bubel
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Alsdorf. Das Gespräch über die die Zukunft des Sportplatzes an der Husemannstraße mit den Verantwortlichen des SC Kellersberg habe man gesucht - und gefunden. Allein: Überzeugen konnten die Vertreter der „Gestaltungsmehrheit” im Rat - SPD, ABU und FDP - die Funktionäre und Ehrenmitglieder nicht.

Nach einem Erklärungsversuch des SPD-Ortsvereins, mit dem er um das Verständnis der Bürger durch eine Briefkastenwurfsendung geworben hatte, hatte es heftige Proteste gegeben. In dem Schreiben wurde die Notwendigkeit der geplanten Maßnahmen wie Schul- und Sportplatzschließung sowie der Abriss des derzeitigen VHS-Gebäudes aus Sicht der Genossen erklärt.

Nicht zuletzt von den Ehrenmitgliedern des KSC gab es heftige Entrüstung und Aufbegehren in Form von Plakaten, die zum Widerstand gegen den SPD-Ortsverein Kellersberg aufriefen. „Es war eine sehr emotionale und nicht immer sachlich geführte Diskussion”, musste Detlef Loosz, Vorsitzender der SPD Alsdorf, nach dem Gespräch mit dem KSC feststellen.

Die Einsicht, besonders der Ehrenmitglieder, sei nicht besonders ausgeprägt gewesen, erklärten Detlef Loosz und die beiden Vorsitzenden der ABU und FDP Alsdorf, Bernd Mortimer und Heinz Liska, im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie betonten noch einmal die Notwendigkeit der Pläne für Kellersberg.

Sportbetrieb sicherstellen

„Die entscheidende Frage ist, wie die Stadt den Sportbetrieb des SC Kellersberg mit einer für den Verein tragbaren Lösung sicherstellen kann. Unser Angebot lautet: Lasst uns die Planung für das neue Schul- und Wissenszentrum im Anna-Park nutzen und mit den Interessen der Sportler zusammenführen”, ermuntern die Partei-Vorsitzenden zu weiteren Gesprächen mit den Vorständen beider von Sportplatzschließungen betroffenen Vereine, SC Kellersberg und Rot Weiß Alsdorf.

Die Kommunalpolitiker stellen fest: Wenn das neue Schulzentrum gebaut würde - von dem bei jetzigem Stand auszugehen sei - müsse dort auch für zwei Schulen der der Sport gesichert werden. Die Konsequenz daraus: „Wir sind nach gründlichen Überlegungen davon überzeugt, dass hier auch für zwei Sportvereine die Zukunft gesichert werden kann, mit sehr guten Lösungen, mit modernen Kunstrasenplätzen.”

Und: „Wir wollen Synergieeffekte nutzen, damit der volle Trainings- und Spielbetrieb beider Vereine auf modernen Anlagen fortgeführt werden kann.” Unter dem Strich hieße das zumindest - ohne dass die Politiker das ausgesprochen hätten: Bei rund 2000 Schülern und zwei Sportvereinen mit Seinioren- und Jugendabteilungen würde nur ein Sportplatz kaum ausreichen.

Zumal die Vorsitzenden in ihrem Statement von modernen Kunstrarenplätzen sprechen. Die Frage separater Vereinsheime und Bandenwerbung, die der KSC-Vorstand als zweingend ansieht, ist damit freilich nicht nicht geklärt.
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