Baesweiler - Sportferien: „Aktivurlaub steht für tolle Gemeinschaft“

Sportferien: „Aktivurlaub steht für tolle Gemeinschaft“

Von: Stefan Schaum
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Oft im Sattel: Zur Arbeit im Rathaus kommt Irmgard Waschbüsch in der Regel mit dem Rad. Foto: S. Schaum

Baesweiler. Wie man Baesweilern Beine macht, weiß in der Stadt kaum eine so gut wie Irmgard Waschbüsch. Seit vielen Jahren sorgt sie dafür, dass der Aktivurlaub zu Beginn der Sommerferien ein dickes Mitmachpaket ist, bei dem man auch mal kräftig ins Schwitzen kommen kann. Über die Vorbereitung spricht sie im Wochenend-Interview.

Helmut Heuschen wird oft und gern als Vater des Aktivurlaubs genannt. Dann sind Sie wohl die Mutter?

Waschbüsch: Nein, so würde ich mich eher nicht nennen. Herr Heuschen ist der Ideengeber und der akademische Teil des Ganzen. Ich bin eher die Verwaltung.

Das dürfte einiges an Arbeit mit sich bringen.

Waschbüsch: Das tut es. Aber durch meine Aufgaben im Sportamt kenne ich ja ziemlich viele Ansprechpartner in den Vereinen und an anderen Stellen. Aber auch die wollen von Jahr zu Jahr wieder angesprochen, eingeladen und bei Bedarf auch mal ermuntert werden.

Wann beginnt die Vorbereitung für den sportlichen Sommer?

Waschbüsch: In der Regel schon im Januar. Dann gehen die ersten Schreiben an die Vereine raus. Und ein paar Wochen später wird dann viel telefoniert, um die Abstimmungen zu treffen.

Sind Sie dabei immer auf der Suche nach neuen, originellen Angeboten?

Waschbüsch: Zum Teil. Klar: Es ist immer schön, wenn es etwas ganz Neues gibt. Aber da sind die Möglichkeiten irgendwann auch ausgeschöpft. Gerade im sportlichen Bereich ist es oft so, dass im Grunde altbekannte Dinge nur leicht verändert und mit neuem Namen angepriesen werden. Im Kern besteht der Aktivurlaub aus guten, bewährten Angeboten.

Was macht den Aktivurlaub denn aus? Wenn ein Angebot 27 Jahre lang die Menschen anzieht, muss ja was dahinterstecken.

Waschbüsch: Für mich ist es eine Aktion, die für Gemeinschaft steht. Das aktive Miteinander in der Stadt zeigt sich hier besonders gut. Da kommen so viele Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen und haben Spaß an der Bewegung – das habe ich so an anderer Stelle nicht noch einmal erlebt.

Soll heißen: Baesweiler ist eine besonders sportliche Stadt?

Waschbüsch: Ich weiß nicht, ob man das unbedingt vergleichen muss. Aber gemessen an der Zahl der Sportvereine bei uns würde ich schon sagen, dass die Baesweiler gern aktiv sind.

Was ist der Renner im Programm?

Waschbüsch: Die Radtouren sind immer sehr gefragt, da starten richtig große Gruppen zu gemeinsamen Ausfahrten. Für Kinder sind die Angebote im Hallenbad und im Lehrschwimmbecken der Hit. Dinge wie Schnorcheltauchen sind da sehr beliebt.

Auch Fitness mit dem Rollator gehört seit ein paar Jahren zum Angebot. Passt der Aktivurlaub sich dem demographischen Wandel an?

Waschbüsch: Wir passen uns den Wünschen an. Es gibt mehr Angebote für Senioren, die Entwicklung ist ganz klar da. Und diese Angebote sind auch gut besucht. Bewegung im hohen Alter zu fördern, ist ganz wichtig. Da ist der Aktivurlaub ganz aktuell.

Im vergangenen Jahr haben gut 3500 Teilnehmer die Angebote genutzt. Peilen Sie von Jahr zu Jahr neue Rekordmarken an?

Waschbüsch: Nein. Wir hatten vor einigen Jahren auch schon mal über 4000 Besucher, aber es geht nicht um neue Bestleistungen. Das hat sich alles auf einer erfreulich großen Besucherzahl stabilisiert, da ist eine Steigerung kaum möglich. Ich freue mich über jeden, der kommt.

Und die Vereine freuen sich anschließend über neue Mitglieder?

Waschbüsch: Das kommt häufig vor. Die Schnupperangebote beim Aktivurlaub gefallen vielen Teilnehmern so gut, dass sie sich anschließend anmelden. Das ist auch ein sehr schönes Dankeschön für die vielen Ehrenamtler, die während der zehn Tage ihre Zeit zur Verfügung stellen. Ich bin jedes Mal wieder begeistert, wie groß das Engagement ist, hier mitzumachen und andere für den Sport zu begeistern.

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