Sport oder Einbruchsversuch? Nachbar schießt mit Gaspistole

Von: pol-ac
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Alsdorf. Mit einem blauen Auge davongekommen sind am Wochenende drei junge Leute in Warden. In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren sie durch einige Gärten in Warden gehüpft.

Nach eigenen Angaben aber nicht um einzubrechen, sondern um ihrer Sportart Parkour nachzugehen. Der friedliebende Nachbar hatte allerdings von dieser Art von Sport offenbar noch nichts gehört. So erschrak er, als er gegen Mitternacht Gepolter auf seinem Taubenschlag hörte und als er nachschaute, drei Leute durch seinen Garten hüpfen, springen und laufen sah.

Er zweifelte keinen Moment, dass es sich um Einbrecher handelt, griff zu einer Gaspistole und schoss damit einmal in die Luft, begleitet von einem Schrei: „Stehenbleiben!” Davon unbeeindruckt sprangen die Sportler unerkannt von dannen.

Als die alarmierte Polizei zum Nachbarn kam, meldete sich das Trio, um das offenkundige Missverständnis aufzuklären. Dabei wurden dem Nachbarn als auch der Polizei die Trendsportart näher gebracht. Das nützte jedoch soweit nichts, da gegen das Trio ein Verfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet wurde. Andererseits wurde auch die Pistole des Nachbarn sichergestellt.

Die beschriebene Sportart hat ihren tieferen Sinn darin, unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den kürzesten oder effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B zu nehmen. Allerdings sollte dieser Weg nicht durch Nachbars Garten gehen, wie das Beispiel zeigt. Das kann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen.
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