„Spielplatzdetektive” werden weiterhin unterwegs sein

Von: Lars Odenkirchen
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Herzogenrath. Es dürfte kein Geheimnis sein: Das Jugendamt, das in vielen Köpfen immer noch vor allem als Kontrollorgan verankert ist, tut viel mehr, als sich nur um „Problemfamilien” zu kümmern.

Dies wurde jetzt auch noch einmal im Jugendhilfeausschuss deutlich, als das Programm des Jugendamtes vorgestellt und einhellig von allen Fraktionen und Vertretern gelobt wurde. Für 2011 sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geplant, die Rodas jungen Einwohnern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten.

Wie wichtig dies ist, wurde mit Zahlen untermauert: So leben derzeit rund 3000 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren sowie 3200 Jugendliche zwischen 13 und 18 in Herzogenrath. Ein bedeutendes Standbein der Jugendarbeit sind dabei die regelmäßig geöffneten Treffs und Freizeitangebote für die Kinder und Jugendlichen: Mit dem Streiffelder Hof, dem Jugendtreff im Bürgerhaus Kohlscheid, dem Abenteuerspielplatz sowie dem HOT und dem KOT-4You sieht das Jugendamt hier eine positive Situation. Ergänzt wird das Angebot durch die mobile Jugendarbeit auf der Straße, auf die derzeit etwa 20 Wochenstunden entfallen.

Über die regelmäßigen Angebote hinaus plant das Jugendamt aber in Kooperation mit den Jugendtreffs und dem Team Jugendarbeit auch viele Projekte und Aktionen im kommenden Jahr. So wird etwa das Projekt „Spielplatzdetektive” fortgesetzt, bei dem Kinder Wünsche und Anregungen bezüglich ihrer Spielplätze vortragen können.

Großes Dankeschön

Im Bereich der kulturellen Jugendarbeit sind ein Mittelalterprojekt und ein Mittsommerfest auf dem Abenteuerspielplatz geplant, Ferienfahrten, Ferienspiele, Theater- und Musikangebote sowie das „Wurmtaladventure” runden das Angebot ab. Im Freizeitangebot lockt das Jugendamt mit einer „Soccernight”, einer „Poolparty”, einem Streetbasketballturnier, mehreren Jugenddiscos und weiteren Sportangeboten. Kurse und Workshops sollen Medienkompetenz vermitteln, auch das kommunale Kino beziehungsweise das Kinderkino stehen auf dem Programm. Kooperationsprojekte gibt es zudem mit verschiedenen Herzogenrather Schulen, etwa der Käthe-Kollwitz-Schule, der Erich-Kästner-Schule, der GGS Alt-Merkstein, der GGS Bierstraß und der Realschule Kohlscheid.

Dies erfreute die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses. So lobte Salmon Schiffer (FDP) das „sehr umfangreiche Angebot” und die „wichtige Arbeit”, die das Jugendamt leiste. SPD-Ausschussmitglied Bruno Barth schloss sich Schiffer an: „Es ist wichtig, dass die Verwaltung für diese Arbeit auch einmal gelobt wird.” CDU-Vertreter Stefan Becker weitete dieses Lob noch aus: „Ein großes Dankeschön geht auch an die zahlreichen Ehrenamtler, die die Jugendarbeit in dieser Form erst möglich machen.”
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