Alsdorf - Spielplätze machen wieder richtig Spaß

Spielplätze machen wieder richtig Spaß

Von: Holger Bubel
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In Alsdorf dürfen sich die Kinder über gepflegte und sanierte Spielplätze freuen: Die Mitarbeiter der Stadtentwicklungsgesellschaft kümmern sich um die insgesamt 40 städtischen Spielflächen. Grünpflege und Sauberkeit sind tägliches Geschäft. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Gewürzpflanzen und Wurzelgemüse gehören nicht auf einen Spielplatz. Aber genau einen solchen Eindruck hatte der Spielplatz Mittelstraße in Alsdorf-Busch noch im Frühjahr gemacht: „Im März sah es hier noch aus wie Kraut und Rüben, und jetzt ist das ein so schöner Spielplatz geworden“, freut sich Karl-Heinz Robert, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und Mitglied der Alsdorfer Spielplatzkommission.

Nicht nur an dieser Spielstätte in der Wohnsiedlung Busch hat sich in der jüngsten Vergangenheit eine Menge getan. Insgesamt kann Alsdorf 40 Spielplätze vorweisen, für kleinere und etwas größere Kinder, mit einem bunten Angebot an Möglichkeiten zum Toben, Klettern, Schaukeln, Wippen oder dem eher ruhigen Spiel im Sandkasten.

Team aus fünf Mitarbeitern

Für alle 40 Spielplätze werden gut 260.000 Euro für Unterhalt und Bewirtschaftung aufgebracht, zudem werden 30.000 Euro in neue Spielgeräte investiert. Die Grund und Stadtentwicklungsgesellschaft (GSG-neu) hatte 2011 die Spielplätze in ihren Bestand übernommen, mit dem formulierten Ziel, die Stätten „auf Vordermann zu bringen“. Fünf Mitarbeiter sind eigens mit dieser Umsetzung beauftragt. Die Spielplatzkommission mit Karl-Heinz Robert an der Spitze hatte die städtischen Flächen begutachtet, Mängel ausgemacht und Ideen und Anregungen zur zukünftigen Gestaltung eingebracht.

Multispielgeräte

Wie etwa exemplarisch auch am Spielplatz Mittelstraße: Hier wurden die Spielgeräte aus dem hinteren in den vorderen Bereich geholt, um eine große Spielwiese für Eltern und Kleinkinder zu schaffen. Auch ein neues Multispielgerät wurde angeschafft, der Fallschutz wurde erneuert, ein neuer Sandkasten angelegt sowie Sitzbänke aufgestellt, Geräte restauriert.

Auch der TÜV hatte bei der Begutachtung der Spielgeräte ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Hier mussten dessen Erkenntnisse umgesetzt und Mängel an Spielgeräten behoben werden.

Zu den Anforderungen an das GSG-Team gehörten auch der Austausch oder die Erneuerung des Fallschutzes: „Der Fallschutz wurde von den TÜV-Gutachtern immer wieder als unzureichend oder nicht vorhanden bemängelt. Hier haben wir sofort reagiert und ihn erneuert“, erklärt Robert Groten, Teamleiter der GSG-Spielplatztruppe.

Kostenfaktor Fallschutz

Solche Fallschutzeinrichtungen haben es in sich. Nicht nur finanziell –„Bei jedem neuen Spielgerät muss automatisch das Neuanlegen eines Fallschutzes mitkalkuliert werden, was unter Umständen noch einmal die gleiche Summe kostet“ – sondern auch der Arbeitsaufwand ist beträchtlich: „Der Boden muss bis zu 30 Zentimeter ausgekoffert werden.“ Dies wurde in Eigenregie gemacht, um die Kosten im Vergleich zu einer Fremdvergabe einzusparen.

Auch marode Spielgeräte wurden durch die Männer der GSG aufgearbeitet: Vier Wippen, drei Schaukeln und fünf Bänke wurden 2012 restauriert, außerdem sechs Zäune erneuert. „Dadurch konnten beträchtliche Kosten eingespart werden“, freut sich auch Bürgermeister Alfred Sonders über die Arbeit der Gesellschaft. „Unsere städtischen Spielplätze sind jetzt in einem hervorragenden Zustand. Die größten Mängel sind behoben und die Spielstätten durch neue und restaurierte Geräte aufgewertet worden. Die Aufgabe wird es jetzt sein, den Status quo weiter auszubauen.“ Denn Reinigung und Grünpflege sind laufendes Geschäft für die fünf GSG-neu-Mitarbeiter, die „mit viel Herzblut an die Sache rangehen“, wie Sonders betont.

Nicht nur Herzblut, sondern auch Know-how ist gefragt. So wurden sieben Mitarbeiter der Gesellschaft zu Sachverständigen für Spielplatzprüfungen ausgebildet. Diese sind zukünftig in der Lage, die öffentlichen Spielplätze sowie die Spielplätze der Schulen und Kindergärten zu bewerten. „So können Gefahrenstellen mit geschulten Augen schnell erkannt und behoben werden“, erklärt Robert Groten.

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