Spendenkugeln helfen Kindern aus der Notlage

Von: ehg
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Auch sie hoffen auf ganz viele Spenden: (v.l.) Schirmherr Achim Großmann, Beigeordneter Werner Birmanns, Kinderschutzbund-Vorsitzender Dr. Anton Gülpen und Sparkassenleiter Ulrich Küsters. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. „Wir müssen was tun!” - Mit diesem eindringlichen Appell „läuteten” Kinder der Grundschule An Wilhelmstein in der Regie von Rektorin Christa Ross die Spendenaktion 2010 des Kinderschutzbundes Alsdorf, Herzogenrath und Würselen in der Schalterhalle der Sparkasse am Morlaixplatz ein.

Zum zehnten Male soll dort ein grüner Tannenbaum mit reichlich Spendenkugeln bis zum Fest der Liebe und des Friedens geschmückt werden. Die ersten Kugeln sind schon angebracht.

Auch der Schirmherr der Aktion, der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann, der vor 30 Jahren zu den Gründervätern des Kinderschutzbundes zählte, ging mit gutem Beispiel voran. Dass sich der Baum vor Spendenlast am Ende biegen möge, das wünschte Geschäftsstellenleiter Ulrich Küsters.

Was mit dem Geld geschehen soll, erläuterte Vorsitzender Dr. Anton Gülpen: „Im Januar nächsten Jahres werden wir im Stadtteilbüro in Morsbach eine Gruppe für Kinder psychisch kranker Eltern einrichten.” Das Projekt ist bereits den Jugendämtern der Region vorgestellt worden. Die betroffenen Kinder geraten durch die Erkrankung ihrer Eltern in schwere Nöte und sind in ihrer Entwicklung gefährdet. „Sie brauchen eine besondere Hilfe”, mahnte Dr. Gülpen.

Erhebliche Schwierigkeiten

Die Gruppe soll wie bisher auch bei der Arbeit in der ambulanten Familienhilfe professionell mit festangestellten und erfahrenen Sozialpädagogen betreut werden. Da die Kosten entsprechend hoch liegen, brauche der Kinderschutzbund dringend die Unterstützung durch Spenden. Dr. Gülpen schätzte, dass in Alsdorf, Herzogenrath und Würselen mehr als 120 Kinder aus Familien stammen, die kaum noch in der Lage sind, ihr Leben selbst zu organisieren.

„Die Eltern sind häufig psychisch krank, alkohol- oder drogenabhängig und haben erhebliche Schwierigkeiten mit der eigenen Mutter- beziehungsweise Vaterrolle.” Um die Kosten, die nicht von den Jugendämtern gedeckt werden, auffangen zu können, ist der Kinderschutzbund auf Spenden angewiesen, auf etwa 15.000 Euro im Jahr. Vorab schon dankte der Vorsitzende allen Spendern, Mitgliedern und Freunden des Kinderschutzbundes für ihre materielle Unterstützung.

Was den Kinderschutzbund im 30. Jahr seines Bestehens ausmacht, beleuchtete der Schirmherr Achim Großmann. Er stehe für ein vielfältiges Angebot, für Verlässlichkeit und für ein hohes Engagement. Immer wieder stelle er sich den Herausforderungen der Zeit. Wer so viele Angebote mache, brauche ideelle und materielle Unterstützung, lenkte er den Blick auf die Not von Kindern psychisch kranker Eltern.

Für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Auftaktveranstaltung in der Sparkasse wurden die Sängerinnen und Sänger der Grundschule mit einer süßen Gabe „entlohnt”.
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