Spellsleute und Schützen genießen das Bad in der Menge

Von: ehg
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Die Spielspitze: Maikönigin Tanja Kelleter und Maikönig Marco Mlynek sowie der Maimagd Angelina Omic und Maiknecht Sascha Kelleter.
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Die St.-Sebastianus-Schützen Bardenberg feiern ihren neuen König: Bartel Kolberg (Mitte). Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Kirmes im „Dörflein an der Wurm“, die wiederum von Schützen und Spellsleuten gemeinsam veranstaltet wurde, setzte einen glanzvollen Schlusspunkt unter die Jungenspiel-Saison. Trotz Ferienzeit waren die Gäste zum Festzug aus den Nachbarquartieren mit stattlichen Abordnungen vertreten.

Was für die freundschaftlichen Beziehungen unter den Schützen, aber auch unter den Spellsleuten innerhalb der Stadt der Jungenspiele spricht. Darüber freuten sich Bürgermeister Arno Nelles und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, beim Defilee. Mit den Schaulustigen um die Wette strahlte insbesondere die Bardenberger Spielspitze, Maikönigin Tanja Kelleter, Maikönig Marco Mlynek, Maiknecht Sascha Kelleter und Maimagd Angelina Omic sowie Pritschenmeister Domenik Glum und Samantha Hansen.

Die schießsportlichen Wettbewerbe hatten die Schützenfrauen auf dem Hochstand am Kaiser eröffnet. Anne Dückers holte den ersten Vogel mit dem 184. Schuss von der Stange.

Großer Andrang herrschte bei der anschließenden Ermittlung des Ortskönigs vor. Traten doch nicht weniger als 33 schießsportlich Interessierte zu einem spannenden Wettkampf an. Mit dem 150. Schuss traf Bianca Flecken-Reetz ins Schwarze und durfte somit beim Festzug in der offenen Kutsche neben dem noch amtierenden Königspaar Dirk und Angelika Kuntz Platz nehmen.

Unterdessen nahm die Kirmesparty des Jungenspiels zu den flotten Klängen von „Night in Paris“ mehr und mehr Fahrt auf. Keine Frage: Der Auftakt war stimmungsmäßig gelungen. Eine Steigerung erfuhr das Kirmestreiben mit dem Ball der Schützen, musikalisch gestaltet von der Coverband „Wheels“. Sie ließen bei Jung und Alt keinen Wunsch offen.

Für die Spielspitze und das Königspaar klingelte am nächsten Morgen schon früh der Wecker mit dem wieder erstarkten Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg. Schützen und Spellsleute besuchten in der Pfarrkirche St. Peter und Paul einen von Pfarrer Rainer Gattys zelebrierten Gottesdienst.

Sehenswerter Festzug

Strammen Schrittes machte Schützenhauptmann Kurt Leisten, unterstützt von den beiden Polizeibeamten Willi Nobis und Ralf Kelch, den Weg frei für einen mehr als sehenswerten Festzug. Die St.- Sebastianus-Schützen Bardenberg marschierten mit Fahnenschwenkern auf. Im Schlepptau eine Abordnung des Diözesanverbandes mit Königspaar Hans und Gisela Reinart von den St. Sebastianus-Schützen Eilendorf und mit Bezirkskönigspaar Gerd und Bianca Brepols von St. Antonius aus Niederbardenberg.

Mit ihren sportlichen Frauen und der Zahl ihrer Aktiven machten die St. Hubertus-Schützen aus Scherberg Staat. Weiterhin zogen die St.-Hubertus-Bogenschützen Bardenberg, die St.- Salmanus-Bogenschützen Drisch und die Hubertus-Gilde aus Bardenberg vorüber.

Das Jungenspiel Euchen imponierte durch seine wagemutigen rot-weißen Fahnenschwenker und seine charmanten Pärchen. In freundschaftlicher Verbundenheit trugen auch das Morsbacher-Siedler Königsspiel und das Königsspiel Markt-Preck zur Bereicherung des abwechslungsreichen Vorbeimarsches bei.

Die Stadtwache „Oecher Börjerwehr“ gab wie schon in den Jahren zuvor unter anderem den Ton an. Zu den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps „Vorwärts“ Kohlscheid erschien das gastgebende Spiel auf der Bildfläche, mit viel Beifall von den Fans am Straßenrand bedacht: zwölf Fahnenschwenker, 18 Radschlägerinnen und -schläger sowie 22 Pärchen machten mächtig Eindruck. Alle Achtung!

Nahtlos schloss sich der Vogelschuss an, vorweg ein Gebet mit Diakon Michael Lang, der im Verein mit dem Bürgermeister und dem Diözesankönig Hans Reinart den Wettstreit durch Ehrenschüsse eröffnete. Ambitioniert gingen die Schützen zu Werke. Schneller als erwartet rückte die Entscheidung näher. Mit dem 64. Schuss bereitete Senior Barthel Kolberg dem „Spielchen“ ein Ende.

Nach 2001 brachte er zum zweiten Male das Königssilber in seinen Besitz. Mit ihm freuten sich nicht nur seine Schützenbrüder. Im Wettstreit der Könige aus dem Festzug stellte Diözesankönig Reinart ein weiteres Mal beim 93. Schuss seine Treffsicherheit unter Beweis. Ehrenkönig wurde am nächsten Tag mit dem 99. Schuss Brudermeister Willi Kuntz, zum zweiten Male. Das Königssilber hatte er schon viermal getragen.

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