Spektakuläre Großübung der freiwilligen Feuerwehr in Würselen

Von: ehg
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Rettungsszenario lebensecht durchgespielt: Wehrleute unter Atemschutz bergen täuschend echt geschminkte „Verletzte“. Unterdessen rückt ein weiterer Trupp in Schutzanzügen in den Bereich der Fachräume vor, wo es zu einer heftigen chemischen Reaktion gekommen ist. Foto: Wolfgang Sevenich
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Rettungsszenario lebensecht durchgespielt: Wehrleute unter Atemschutz bergen täuschend echt geschminkte „Verletzte“. Unterdessen rückt ein weiterer Trupp in Schutzanzügen in den Bereich der Fachräume vor, wo es zu einer heftigen chemischen Reaktion gekommen ist. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Nach längerer Pause fuhr die Freiwillige Feuerwehr Würselen am Heilig-Geist-Gymnasium wieder einmal eine Großübung, an der alle drei Löschzüge beteiligt waren. Ausgearbeitet hatten das Szenario Marc Straußfeld und Robert Zolke sowie Ausbildungsbeauftragter Micheal Pütz.

Dazu rückten 58 ehrenamtliche Helfer, die von Einsatzleiter Tom Sprank koordiniert wurden, mit elf Fahrzeugen aus. Um so realistisch wie möglich den Ernstfall üben zu können, unterlag der Übungsplan im Vorfeld der Geheimhaltung. Von der Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr überzeugten sich stellvertretender Bürgermeister Winfried Hahn, der Sachbearbeiter der Stadtverwaltung, Dirk Heinen, Kreisbrandmeister Bernd Hollands aus Herzogenrath und der Vorsitzende des Fördervereins, Rolf Rüland, aber auch die stellvertretende Schulleiterin Maria Förster und Lehrer Wilfried Bonn. Moderiert wurde der Ablauf der Übung durch Kurt Dobadka von der Ehrenabteilung.

Widersprüchliche Angaben

Zur Übungslage: Eine Gruppe aufmüpfiger Schüler hat sich die Generalschlüssel der Schule angeeignet und ist in die Schule eingedrungen. Die Randalierer holen eine Reihe Tische und Stühle aus den Klassenräumen und verbarrikadieren damit die Feuertreppe. Zwischen erster und zweiter Etage gibt es kein Durchkommen mehr. Danach legen sie im Sekretariat Feuer und stürmen anschließend in den Chemieraum. Da sie wahllos verschiedene Substanzen aus den Schränken reißen, kommt es zu einer heftigen chemischen Reaktion. Ein Schüler wird im Gesicht verletzt und fällt benommen zu Boden. Die anderen Jugendlichen nehmen erschrocken Reißaus, ohne gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Ein Schüler läuft anstatt ins Freie in den zweiten Stock, wo die verbarrikadierte Feuertreppe zur Falle wird. Eine dritte Person sucht unterdessen über das brennende Erdgeschoss den Weg auf den Schulhof. Zwei Schüler gelangen über den hinteren Weg nach drauf. Sie alarmieren die Feuerwehr. Sie sind beide verletzt und durch die eingeatmeten Chemikalien reichlich verwirrt. Abgehauen ist der leicht verletzte sechste Beteiligte. Er versteckt sich in einem der zahlreichen Klassenräume. Die Aussagen, die sie nach dem Eintreffen der Löschzüge machen, sind äußerst widersprüchlich und müssen erst einmal auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden.

Zunächst trifft der Löschzug Broichweiden unter der Leitung des stellvertretenden Zugführers Toni Groten ein. Mit mehreren Trupps unter Atemschutz macht er sich im Innenangriff an die Menschenrettung, baut die Wasserversorgung auf und beginnt mit der Entrauchung des Gebäudes. Der Löschzug Würselen-Mitte geht derweil von der vorderen Seite des Schulgebäudes zur Menschenrettung vor. Die verletzte Person wird mittels vierteiliger Feuerleiter gerettet. Zwei Trupps in Chemikalienanzügen übernehmen die weitere Menschenrettung. Sie messen auch die ausgelaufenen Stoffe im Chemieraum auf ihre Intensität und Vergiftungsgefahr.

Zufriedenstellendes Fazit

Kurzfristig wird der Fachberater Chemie, Hartmut Prast aus Herzogenrath, in die Übung eingebunden. Der Löschzug Bardenberg unter Leitung von Stefan Kaiser baut eine „Notdekon“-Stelle zur Dekontamination der einzelnen Trupps auf.

Die Verletzten, gemimt von Aktiven des DLRG-Ortsverbands – werden von Helfern des DRK Würselen erstversorgt und dann mit Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Kräfte der hauptamtlichen Wache stellten während der Übung den Grundschutz sicher.

Mit dem Ergebnis der groß angelegten Übung war Vize-Wehrleiter Ralf Jüsgens zufrieden. Danach stärkten sich alle Aktiven bei Gegrilltem und erfrischenden Getränken am Gerätehaus Broichweiden.

Nur kurze Zeit nach der Großübung wurde es schon wieder ernst, rückte der Löschzug Würselen-Mitte zum eingelaufenen Alarm der Brandanlage eines Möbelhauses an der Neuhauser Straße aus.

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