Spektakulär: Feuerwehr und THW proben Ernstfall

Von: mas
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Alle Achtung: Die THW-Höhenretter Patrick Meinert und Thorsten Schiffers erledigten in 30 Metern Höhe brillant ihren Job. Foto: Malinowski
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Große Herausforderung: Hier liegt – zum Glück nur simuliert – ein Mensch unter einem Bagger. Die Wehrleute wissen, dass jede Minute kostbar ist, und arbeiten fieberhaft und hochkonzentriert an der Befreiung. Foto: Malinowski

Alsdorf. Eigentlich bedurfte es keiner gesonderten Bestätigung. Im Ernstfall ist Alsdorfs Feuerwehr gut und professionell aufgestellt. Mit fast schon spektakulär anmutenden Einlagen demonstrierte die Wehr dies am Samstag.

Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) Alsdorf, das ebenfalls äußerst präzise vorging, wurde die mehrgliedrig angelegte Übung ausgetragen. 48 freiwillige Feuerwehrleute sowie deren Jugend und 10 Kräfte des THW-Ortsverbands Alsdorf beteiligten sich an der Übung, die auf dem Gelände eines Baubetriebes an der Maurerstraße im Gewerbegebiet stattfand.

Weit über hundert Zuschauer, teils im Familienverbund, begleiteten die Demons-tration und spendeten zeitweise Applaus an die fleißigen Retter. Begleitet wurde die Übung von eingängigen Kommentaren, die Feuerwehr-Pressesprecher Christoph Simon über jeden Arbeitsschritt der Akteure beisteuerte. Ausgearbeitet worden war die Übung von Brand-Oberinspektor Andreas Hodenius (Löschzugführer Zug II) und seinem Stellvertreter, Oberbrandmeister Max Hodenius.

Die Ausgangssituation war eine Explosion auf einem Firmengelände. In einer Halle mit Schalttafeln explodierte eine Propangasflasche. Nach Eintreffen des Einsatzleitwagens (ELW 1) wurde schnell festgestellt: Dort sind bis zu vier Menschen in der Halle vom Unglück betroffen. Doch damit noch nicht genug. Die Situation wurde noch kniffliger und machte den Einsatz von Höhenrettern nötig.

Durch den enormen Knall erschreckte sich ein Monteur, der gerade auf einem 30 Meter hohen Kran Wartungsarbeiten vornahm, und erlitt – auf dem Auslieger des Krans liegend – eine Herzattacke mit gleichzeitiger Ohnmacht. Die Katastrophe war perfekt, als in dem Moment auch noch ein Baggerführer ebenfalls durch den mächtigen Knall die Steuerung seines schweren Fahrzeugs verriss und mit der Kette einen Kollegen überfuhr. Ein Mitarbeiter der betroffenen Firma behielt einen kühlen Kopf und alarmierte sofort die Wehr, die wiederum Vollalarm auslöste, das THW verständigte und zum Unglücksort gemeinsam anrückte...

Dort wurde die Arbeit, von der Einsatzstelle (Stadtbrandinspektor Dirk Stoeckmann hatte die Verantwortung) gegliedert und in drei Abschnitte unterteilt. Brandbekämpfung und Menschenrettung an und in der Halle übernahmen zwei Löschzüge. Die Menschrettung am Kran erledigte derweil das THW. Die beiden mutigen Kräfte Patrick Meinert und Thorsten Schiffers wurden von Zugführer Rene Dodt auf den Kran geschickt, während unten in Präzisionsarbeit der Schleifkorb vorbereitet und per Stahlseil zur Krankanzel geordert wurde. Im dritten Abschnitt wurde parallel die eingeklemmte Person in einem sehr schwierigen Prozess „freigeschaufelt“ und der medizinischen Erstversorgung zugeführt.

Zum Ende der Übung, die wohl kein Zuschauer vorzeitig verlassen hatte, stand die Gewissheit, dass auf die Alsdorfer Wehr und das THW Verlass ist. THW-Zugführer Rene Dodt schaute aber schon auf die (mögliche) nächste Aufgabe. „Je nachdem, was in den Hochwassergebieten ansteht, sind wir schon auf dem Sprung...“

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