SPD will für mehr Qualität sorgen

Von: Yannick Longerich
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Alsdorf. „Bildung in Alsdorf darf auch in Zukunft nicht am Geld scheitern.“ Der Parteivorsitzende der SPD Alsdorf, Hans-Peter Thelen, gab bei Eröffnung der Stadtdelegiertenversammlung die Marschrichtung vor. e.

Zur Halbzeit des im Juli 2011 verabschiedeten Masterplans „Zukunft Alsdorf 2020“ sagte er, dass „schon deutlich mehr als die Hälfte unserer Vorhaben erfüllt sind“. Nach den Hiobsbotschaften (Probleme bei der Kraftzentrale im Rahmen des „KuBiZ“, millionenschwere Gewerbesteuerrückzahlungen) habe das Land signalisiert, dass „die Stadt Alsdorf nicht im Regen stehen gelassen wird“. Die finanzpolitische Handlungsfähigkeit bleibe erhalten, ohne dass nochmals an Steuern herangegangen werden müss

Unterstützung erhielt Thelen von Eva-Maria Voigt-Küppers (Würselen), die für Bildung zuständige, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im NRW-Landtag. Sie sagte, dass die bildungspolitischen Ziele der Landesregierung die Voraussetzungen schaffen, dass Realschulen einen Bildungsgang anbieten können, der zum Hauptschulabschluss führt.

In passend sportlicher Atmosphäre im Vereinslokal der Mariadorfer Alemannia wurde das Präsidium um Hans-Peter Thelen (Vorsitzender), Hans-Rainer Steinbusch und Friedhelm Krämer einstimmig von den Delegierten bestätigt. Detlev Loos wurde mit dem Amt des Wahlleiters betraut. Die Delegierten folgten dem Antrag zur Satzungsänderung, um den Posten eines Beauftragten für die Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen. Tino Schwedt wurde e gewählt.

Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) sagte zur Bedeutung der Anträge zur weiteren Bildungs- und Sportpolitik, dass der „wichtigste Rohstoff“ der ehemaligen Zechenstadt mehr denn je die Bildung ist. Das Motto laute: „Mehr Qualität, weniger Quantität.“

Zwölf Vereine, sieben Plätze

In der Praxis bedeute dies, dass unter anderem nach der Schließung der Europahauptschule die Wahlmöglichkeiten durch Stärkung der verbleibenden Schulen erhalten werden müssen. So soll etwa die Marienschule (Realschule) ab der siebten Klasse dreizügig differenziert geführt werden. Sonders rechnete vor, dass neben dem Löwenanteil von 45,2 Millionen Euro für den KuBiZ-Neubau die weiteren 26,7 Millionen Euro zur Modernisierung des pädagogischen Potenzials der anderen Schulen eingesetzt wurden. Weiter folgen sollen drei Millionen für Kindertagesstätten. Flächendeckende U3-Betreuung müsse das Ziel sein.

Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Sandra Niedermaier, griff in der Vorstellung des bildungspolitischen Antrags diesen Punkt auf und wies darauf hin, dass „Alsdorf mit dem Neubau von Realschule und Gymnasium im KuBiZ ein Instrument in der Hand hat, mit dem flexibel auf Veränderungen in der Bildungslandschaft reagiert werden kann“.

Der Bürgermeister unterstrich die enge Bindung von Bildungs- und Sportangebot. Sonders: „Notwendig ist, dass wir die benötigte Infrastruktur in einen Top-Zustand bringen. Damit schaffen wir langfristig beste Voraussetzungen, aber auch die Möglichkeit zur Kosteneinsparung.“ Weniger Quantität bedeute in diesem Zusammenhang vor allem, dass die zwölf Alsdorfer Fußballvereine nach dem Sportstätten-Entwicklungsplan der Alsdorfer SPD lediglich sieben Plätze benötigten.

Sonders betonte eine große Kooperationsbereitschaft von Seiten der Vereinsvorstände beim Aufgeben einiger Sportplätze. So würden der SC Kellersberg und der JSV Alsdorf am KuBiZ ihre neue sportliche Heimat finden. Der SV Hoengen und Blau-Weiß nutzten den Platz an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Zopp. Rot-Weiß und Duffesheide würden Quartier in Zopp beziehen. Während die Hertha zur Broicher Siedlung umziehen würde, bliebe für die Mariadorfer Alemannia, Eintracht Warden und Ofden alles beim alten.

Der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Friedhelm Krämer, sagte mit Blick auf den Zwang zur sparsamen Haushaltsführung, den demografischen Wandel und die veränderten Freizeitgestaltung. „Nicht jede Sportstätte kann erhalten werden, aber die Voraussetzung, dass Sport im Verein in seiner ganzen Vielfalt möglich bleibt, muss gewahrt werden.“

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