SPD will Bürgermeister„noch stärker treiben“

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
7365100.jpg
Das Team steht: Freude über eine gelungene Kandidatenwahl herrschte bei der SPD in Herzogenrath, wobei Gerhard Neitzke (r.) auf Listenplatz eins steht. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Auf viel Interesse stieß die Wahlversammlung der SPD in Herzogenrath. Gut 50 Teilnehmer bestimmten dabei im AWO-Heim an der Ruifer Straße auch die Kandidaten für die Kommunalwahl am 25. Mai.Natürlich nutzte Fraktionsvorsitzender Gerd Neitzke die Gelegenheit, einen ausführlichen Blick auf die Politik in Roda zu werfen.

 „Ziel unserer politischen Tätigkeit ist es, dass alle Menschen in unserer Stadt die Chance erhalten, sich frei und ihren Fähigkeiten entsprechen zu entfalten“, betonte er. Ein Ergebnis der Politik in der Gestaltungsmehrheit sei unter anderem eine zukunftsweisende Schullandschaft, in der die Schüler nach der Grundschulzeit nicht mehr in die Nachbarkommunen und nach Aachen abwandern, was früher an der Tagesordnung war. Mit einer verbesserten Schülerzuweisung zu den Grundschulen, einem Ausbau des Ganztagsangebotes und einem sachgerechten Aufbau der neuen Gesamtschule Kohlscheid wollen die Sozialdemokraten den eingeschlagenen Weg fortsetzen.

Trotz einer „beispielhaften Umsetzung der U3-Betreuung in der Stadt“, wünschte er sich weitere Familienzentren, sah aber auch bei den Angeboten für Jugendliche dringenden Handlungsbedarf. Eine Disco, mehr unabhängige Freizeiträume könnten Abhilfe schaffen, um den Jugendlichen mehr Möglichkeiten in ihrer Stadt zu bieten. Umgekehrt müsse auch bei den seniorenspezifischen Angeboten weiter gearbeitet werden, um zum Beispiel durch eine angepasste Wohnbebauung besser auf den demografischen Wandel vorbereitet zu sein.

Hallenbad unbedingt benötigt

Probleme beim Hallenbad in Kohlscheid, das nach Ansicht der SPD unbedingt benötigt werde, führten Neitzke zum zweiten Punkt, dem nachhaltigen Erhalt und der Verbesserung aller städtischen Sportstätten. So sollen unter anderem ein Ersatz für den künftig wegfallenden Sportplatz am Langenberg geschaffen und auch die Sportstättenzeiten besser koordiniert werden. „Mit großer Sorge blicken wir auf den Zustand unserer Wirtschaftsförderung“, sagte Neitzke weiter.

Qualifizierte Neuansiedlungen seien Mangelware, ein städtisches Expertenteam daher dringend vonnöten, um beispielsweise auch Standortsicherung der Industriebetriebe zu unterstützen. „Wir müssen den Bürgermeister noch stärker treiben“, sagte Neitzke. Hinsichtlich des Dauerthemas Straßenverkehr sah er eine B258 mit der SPD als nicht machbar an. „Die Kosten für solche Maßnahmen blähen nicht nur unseren städtischen Haushalt auf das Unerträglichste auf, diese Kosten gefährden auch die Mittel für freiwillige Ausgaben.“ So sprach er sich im Namen der Genossen für eine Verbesserung des Verkehrsflusses auf der L232 aus und unterstrich auch die Notwendigkeit einer besseren Busanbindung der Außenbezirke.

Für die CDU fand Gerhard Neitzke kein gutes Wort. So habe der ehemalige CDU-Kämmerer „ein finanzielles Desaster hinterlassen“ und die Verwaltung sei „völlig verunsichert“, weil die Mitarbeiter nicht wüssten, wo sie morgen arbeiten. „Die Bürgermeisterwahl hat uns schmerzlich gezeigt, dass gute Argumente und ein hervorragender Kandidat nicht automatisch den Erfolg bringen“, so Neitzke. So habe die Gestaltungsmehrheit gezeigt, dass sie gute Arbeit zu leisten imstande sei, was die SPD mit einer starken Fraktion in Zukunft fortsetzen wolle.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert