SPD-Vorsitzender in Alsdorf tritt zurück

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Heiner Berlipp: Der 54-Jährige beugt sich dem beruflichen Druck. Als SPD-Vorsitzender in Alsdorf ist er deshalb zurückgetreten.

Alsdorf. „Die Verschiebung des Kommunalwahltermins weg vom 7. Juni war eine weitere Entscheidungshilfe. Hauptsächlich aber geht es um meine große berufliche Belastung als Architekt.” So begründete am Montag Heiner Berlipp seinen Rücktritt als Vorsitzender des SPD-Stadtverbands.

Der jetzt 54-Jährige geht überdies davon aus, dass „Vernunft obsiegt” und die Wahlen der Räte und Bürgermeister zusammen mit der Bundestagswahl im September stattfinden.

So habe seine Partei ausreichend Zeit, auch ohne seine Person die Kandidaten zu begleiten. „Das gilt vor allem für den SPD-Bürgermeisterkandidaten Alfred Sonders, der meine volle Unterstützung hat”, so Heiner Berlipp am Montag auf Anfrage.

Der Amtsverzicht sei „nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit politischen Freunden” beschlossen worden. „Die Mehrfachbelastung aus meinen politischen Aufgaben Parteivorsitz und Kreistagsmandat sowie meiner Tätigkeit als freier Architekt sind auf Dauer nicht zu schultern. Deshalb will ich meine politische Arbeit auf das Kreistagsmandat konzentrieren”, teilte Heiner Berlipp seinen Weggefährten am Montagnachmittag schriftlich mit.

Vom Rücktritt als SPD-Stadtverbandschef werde auch nicht seine Kandidatur für den zukünftigen Städteregionstag berührt.

„SPD gut aufgestellt”

Nicht ohne Bedauern verlässt Heiner Berlipp sein politisches Amt. Jetzt aber könne er diesen Schritt beruhigt tun, da „die SPD in Alsdorf gut aufgestellt ist”, die Ratsfraktion mit solider Arbeit kommunalpolitische Zeichen umsetze, die Ortsvereine engagiert und in großer Solidarität zum geschlossenen politischen Handeln beitragen würden.

„Und mit Alfred Sonders haben wir einen Spitzenkandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert, der mit Sachverstand und Durchsetzungskraft die gute Zukunft unserer Stadt gestalten kann”, betont Heiner Berlipp.

Neue Wahlkampfleitung

Detlef Loosz, Stadtverordneter und erfahrener Gewerkschafter, soll jetzt für die Alsdorfer SPD die Wahlkampfleitung übernehmen. Unterstützt wird er darin von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden, Friedhelm Krämer und Karl-Heinz Robert.

Die beiden Genossen wollen gemeinsam kommissarisch die Führung des Stadtverbands übernehmen. Zum Jahresende, glaubt Friedhelm Krämer, könnte die Alsdorfer SPD ihren neuen Verbandsvorsitzenden wählen.
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