SPD und CDU stimmen gegen „Runden Tisch Flüchtlingsarbeit“

Von: mabie
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Herzogenrath. Für Katharina Herzner und Marga Flaßwinkel von Bündnis 90/Die Grünen dürfte es mehr als nur eine gefühlte Niederlage gewesen sein, als sie am Donnerstagabend den großen Sitzungssaal des Rathauses verließen. Denn der Grünen-Antrag auf Einrichtung eines regelmäßigen Runden Tisches Flüchtlingsarbeit wurde durch die Mitglieder der großen Koalition im Ausschuss für Arbeit und Soziales wenig charmant vom Tisch gewischt.

Unter der Ägide, angesichts der großen Anzahl neuer Flüchtlinge, die auch nach Herzogenrath kommen, wollten die Grünen „alle Kräfte bündeln, um sich für eine menschenwürdige Willkommenskultur in Herzogenrath einzusetzen“. Außer der Verwaltung sollten sich Vertreter der Kirchen, vom Stadtsportverband und weiterer Institutionen am Tisch einfinden, um wichtige Themen wie Unterbringung, Wohnsituation, Sprachkurse, Schule, Kita, Freizeitangebote, Familienbegleitungen, Übersetzungen oder Begleitungen zu diskutieren. Die Groko-Vertreter von SPD und CDU sahen das ein wenig anders. „Flüchtlingsarbeit ist außerordentlich wichtig“, sagte CDU-Sprecherin Marie-Theres Sobczyk. „Aber ein Runder Tisch erscheint uns wenig effektiv“, vollendete SPD-Vertreterin Helene Goebbels das Nein zum grünen Vorschlag. Der Runde Tisch sei „Ein Wasserkopf an Verwaltung“ meinte Sobczyk weiter. „Wir halten kleinere Gruppen für passender“, fand Goebbels. Eine Verwaltungsbeteiligung wurde in diesen zu gründenden Arbeitsgruppen nicht erwünscht, vielmehr sollten Politiker, Begleiter und die Betroffenen schnell und flexibel handeln können.

„Ein Runder Tisch ist nur noch eine weitere Verwaltungsstufe“, fand auch SPD-Ausschussmitglied Andreas Schmälter. Hier seien die letztlich vom Ausschuss durch die Stimmen von SPD und CDU verabschiedeten, kleineren Arbeitskreise ein Schritt auf dem Weg, „schnell und unbürokratisch zu helfen“.

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