SPD sucht Lösungsvorschläge für die Schulentwicklung

Von: lbe
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Karl Josef Strank (SPD) und Volker Klüppel (r.) setzen auf Alternativen. Foto: lbe

Baesweiler. Es war vielmehr ein Appell, den SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dr. Karl Josef Strank in die kleine Aula der Gemeinschaftsgrundschule St. Barbara rief, weniger ein Dialog. Dabei sollte es bei diesem bildungspolitischen Dialog der SPD um das altbekannte Thema gehen: Braucht Baesweiler eine Sekundarschule oder Gesamtschule – ja oder nein? Und wenn ja, in welcher Form?

Zu einem Dialog kam es dann zum Ende der Veranstaltung, wenngleich dieser recht kurz ausfiel. Zu einer Lösung kam man jedoch nicht. Strank fragte am Ende seines etwas mehr als halbstündigen Vortrags über die Schulentwicklung in der Stadt Baesweiler ganz offen in die beschauliche Runde von elf interessierten Gästen: „Wie können wir das hinkriegen?“ Er wisse es selbst nicht. Eines sei jedoch klar: „Die Eltern sind der erste Schritt im ganzen Verfahren“, sagte Strank. Gemeinsam mit ihnen müsse an einer Lösung gearbeitet werden. Doch wie genau, ob mit einer anonymen Befragung oder ob es besser wäre, in die Schulen zu kommen und vor Ort aufzuklären, das stehe noch in den Sternen.

Erstaunlicherweise und zum Bedauern der anwesenden Lehrer war jedoch nur ein Vater zu diesem Dialog erschienen. Strank konnte sich das Fernbleiben der Eltern nicht erklären. „Das kann viele Gründe haben, beispielsweise das schlechte Wetter, die Grippewelle, oder es ist einfach so, dass viele Eltern in Baesweiler noch nicht Bescheid wissen“, vermutete der Sozialdemokrat. Die SPD wolle diese Diskussion ohnehin erst einmal nur anregen. „Wir müssen einen Weg finden – wir stehen in der Pflicht.“ Fakt sei, dass die Fraktionen zusammenarbeiten müssen. Laut Strank verweigere die CDU jedoch das Gespräch. Strank betonte, dass es in Baesweiler mehr Auspendler als Einpendler gebe, dass also mehr Schüler die Kommune verlassen als dass Schüler aus anderen Kommunen hierher kommen.

Fakt sei, dass die Bedeutung von einer bestimmten Vielfalt von Schulen als Standortfaktor für die Kommunen, Eltern und vor allem die Wirtschaft enorm hoch sei. Und Fakt sei, dass Baesweiler die Schüler davonlaufen. Das bestätigte auch der ehemalige Direktor der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf, Volker Klüppel. „Die Schülerzahl insgesamt schrumpft“, sagte er. Daher müsse man die Schüler, die man habe, in Baesweiler halten und folglich das Angebot zumindest überdenken. Den demografischen Faktor könne man laut Strank nicht wegdiskutieren. Doch „die Möglichkeit, sich als Schüler in Baesweiler in verschiedene Richtungen zu entwickeln, muss vorhanden sein.“ Andere Kommunen machten es vor, meinte Strank. Baesweiler sei darüber hinaus umzingelt von Gesamtschulen. „Die entziehen uns Schüler.“

Die Eltern einbeziehen

Wenn all diese Schüler in andere Kommunen wechseln, dann sei das ein „Beleg dafür, dass das Schulangebot in Baesweiler unattraktiv ist“. „Wir sagen ja nicht, wo es langgehen soll. Wir wollen mit den Eltern schauen, was man machen kann.“ Die SPD will es versuchen. Strank vermutete, dass sich Eltern in Kindergärten und den Klassen eins bis drei noch nicht so sehr mit dem Thema auseinandersetzen. Erst ab Klasse vier werde es wirklich interessant. Und dort müsse man ansetzen.

Am Dienstag, 5. Februar, 18 Uhr, tagt der Schulausschuss im Rathaus in Setterich, An der Burg. Dann steht das Thema auf der Tagesordnung.

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