SPD-Ortsverband Broichweiden: Kümmerer und Partner der Bürger

Von: ehg
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Festlaune: Ortsvereinsvorsitzender Wolfgang Kern (l.) begrüßte unter den Gästen auch (v.l.) Martin Schulz, Detlef Loosz, Eva-Maria Voigt-Küppers, Wolfgang Fritz und Bürgermeister Arno Nelles. Foto: W. Sevenich

Würselen. „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten“ – mit diesem Wort von Willy Brandt eröffnete der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Wolfgang Kern, die Matinee zum 100-Jährigen im Saal Mennicken. Allen voran galt sein Gruß dem neuen Träger des Sonderordens „Närrischer Grenzlandschild“, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz.

In ausdrucksstarken Bildern zeichnete er nach, welchen Einfluss Sozialdemokraten auf die Entwicklung der politischen Verhältnisse vom Deutschen Reich bis zur Bundesrepublik nahm. Mutig hätten sie sich auch dem Diktator Hitler bei der Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes in den Weg gestellt.

Ehrengäste waren auch: die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers, Schirmherrin des Jubiläums, Bürgermeister Arno Nelles, stellvertretender Städteregionsrat Christiane Karl und der SPD-Bundestagskandidat Detlef Loosz, aber auch der Fraktionsvorsitzende im Rat, Stefan Mix, Stadtverbandsvorsitzender Andreas Dumke, Vize-Bürgermeister Winfried Hahn, die Ex-Bürgermeister Bernd Thielen und Wolfgang Peltzer sowie Stadtdirektor a. D. Albert Cramer und der Ehrenvorsitzende des Ortsvereins, Wolfgang Fritz. Gekommen war auch eine Reihe von Repräsentanten der Broichweidener Ortsvereine bis hin zur Feuerwehr und anderer politischer Parteien.

„Die Genossinnen und Genossen schlossen sich auch in Weiden Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen, weil sie nicht tatenlos zusehen wollten, wie die Menschen von Nöten, Ängsten und Sorgen geplagt wurden“, warf die Schirmherrin einen Blick zurück. Seither seien die Sozialdemokraten auch in Weiden den Menschen ein verlässlicher Partner.

Über die Jahre sei die SPD „zum sozialen Kümmerer und Partner des Bürgers geworden“. Ihr Dank für unermüdliche politische Arbeit richtete sich auch an die vielen Ehrenamtlichen, „die die Parteiarbeit tragen“. Bei aller Freude über das Erreichte mahnte die Schirmherrin, dass immer noch große Teile der Gesellschaft von Armut bedroht seien.

Für gute Bildung sorgen

„Wir müssen dafür kämpfen, dass die Leute Arbeit haben, von der sie anständig leben können. Nach wie vor müssen wir mit guter Bildung dafür sorgen, dass unsere Kinder gute Lebensperspektiven haben“, führte sie aus. Und: „Es muss uns gelingen, die Einigkeit in Europa zu wahren.“ Voigt-Küppers rief auf, Konzepte und Visionen zu entwickeln: „Die SPD muss weiter das soziale Gewissen sein. Sie muss dorthin gehen, wo die Sorgen der Menschen sind.“

Martin Schulz betonte: „Wir kämpfen auch heute noch für die Gleichheit der Gleichberechtigten.“ Der Kampf für soziale Gerechtigkeit bleibe auch nach 100 und mehr Jahren für die zentrale Herausforderung. Als wichtigstes Erbe des vergangenen Jahres bezeichnete er die Verständigung der Völker in Europa. Wandel durch Annäherung, wie sie von Willy Brandt betrieben worden sei, sei der richtige Weg in der Ostpolitik gewesen. Auch die osteuropäischen Länder hätten einen Anspruch auf Demokratie und Freiheit.

Die Lösung der Probleme der Gegenwart müssten mutig und ohne nationales Kirchturmdenken in Angriff genommen werden. Angesichts der globalen Entwicklung in der Welt gebe es keine Alternative, warb der Präsident für ein geeintes europäisches Haus. Bürgermeister Arno Nelles überbrachte Glückwünsche.

Ihm schloss sich Bundestagskandidat Detlef Loosz an, der sich als Anwalt der kleinen Leute vorstellte. Musikalisch gestaltet wurde die Matinee durch das Salon-Orchester Aachen und den Männergesangverein Linden-Neusen, Leitung von Heinz Dickmeis.

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