SPD-Frau Eva-Maria Voigt-Küppers will den Landtag stürmen

Von: -ks-/phb
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Staffelstab weitergegeben: Ex-Landtagsabgeordneter Hans Vorpeil weiß, dass symbolkräftige Bilder wichtig sind, und gab den roten Zauberstab der politischen Macht an Eva-Maria Voigt-Küppers weiter. Foto: Stüber

Alsdorf. Kaum ist die Session der Narren vorbei, haben die Politiker wieder Hochsaison - auch Wahlkampf geheißen. Pappnase ab, Parteiabzeichen ans Revers! Und Rot ist beliebte Farbe bei Jecken und Genossen gleichermaßen.

An die glorreichen Zeiten des Alsdorfer Hans Vorpeil im Landtag soll SPD-Landtagskandidatin Eva-Maria Voigt-Küppers aus Würselen anknüpfen. Und da kommt die schon weit verbreitete Gegnerschelte nebst Fischessen gerade recht, um möglichst viele Sozialdemokraten aus dem Nord- und Wahlkreis um sich zu scharen.

164 Anmeldungen verzeichnet der Gastgeber, Alsdorfs SPD-Vorsitzender Detlef Loosz, im Foyer der Stadthalle. Ein deutlich besserer Zuspruch als eine Etage höher bei der CDU, die zeitgleich dem filettierten Flossentier frönt. Die Genossen erwarten als Sättigungsbeilage zum deftigen Essen scharfe Worte. Da hat das bewährte Schlachtross Vorpeil nichts verlernt. Er sagt, was erwartet wird, und attackiert CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Koalitionsfreund Andreas Pinkwart (FDP) frontal und mit offenem Visier.

CDU und FDP seien angesichts der dramatisch gefallenen Umfragewerte schlicht in Panik. Und Rüttgers, jener „selbsternannte neue Arbeiterführer”, der die Arbeitslosigkeit in NRW auf die Spitze getrieben habe, schüre die Verunsicherung noch und suche das Land zu spalten, anstatt als Ministerpräsident mäßigend und gesellschaftlich ausgleichend zu wirken. „Am 9. Mai geht es darum, Schwarz-Gelb aus dem Verkehr zu ziehen, weil die Regierung den TÜV nicht bestanden hat. „Mit Eva müssen wir endlich wieder eine Lobby für die Menschen hier in Düsseldorf schaffen”, nennt Vorpeil das Ziel.

Gut für die Sozialdemokraten, dass Vorpeil seine angesagte Erbin Voigt-Küppers durch den Wahlkampf begeleiten will - und sie auch berät. Reichlich nervös trägt sie ihre strikt abgelesene Rede vor, verhaspelt sich, wird aber schließlich vom ermutigenden Beifall ihrer Parteifreunde bis zum erlösenden „Jetzt wünsche ich uns allen einen guten Appetit!” getragen.

Sie spricht zuvor anlassgerecht von „emotional ausgetrockneten Stockfischen” und derem „teifgekühlten Verständnis von soziale Gerechtigkeit” und Klientel-Politk von CDU/FDP, von „Panade wohlfeiler christliberaler Rhetorik”. Voigt-Küppers zeichnet eine „Fratze arbeitnehmerfeindlicher, marktliberaler, schwarz-gelber Klientel-Politik.” Sie sagt: „Wir hier im Wurmrevier stehen zusammen und sind bereit, das Ruder zu übernehmen, wenn am 9. Mai Jürgen Rüttgers und seiner Landesregierung die Meuterei droht.”

Eine Etage höher bei der CDU: „Die CDU steht für Kompetenz. Wir haben ein schwieriges Wahljahr hinter uns und eine ebenso schwierige Landtagswahl vor uns. Jetzt nach den Karnevalstagen wird es Zeit, mit der politischen Arbeit weiterzumachen. Wir haben eine Vielzahl spannender Themen zu vermitteln”, erklärt Peter Steingass, Stadtverbandsvorsitzender der CDU Alsdorf. Deshalb sollte der politische Aschermittwoch für eine Information der Parteimitglieder vor Ort genutzt werden.

Kandidat und MdL Raimund Billmann berichtet detailliert aus dem Landtag in Düsseldorf und macht deutlich, was die Regierung in den vergangenen Jahren erreicht hat: „Wir haben in den letzten Jahren eine Menge getan und vieles umgesetzt. Was wir wollen, ist ganz klar: Die soziale Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards. Die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger steht dabei ganz oben auf der Liste”.
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