SPD befragt den Bürger: Verkehr ist das Thema

Von: Jan Mönch
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Impulse für die Parteiarbeit sammeln: Für die SPD in Roda hörten beim Forum Referent Ulrich Hoffmann-Siemes, Vizebürgermeister Manfred Fleckenstein, Fraktionsvorsitzender Gerhard Neitzke sowie sein Stellvertreter Wolfgang Goebbels (v.l.) zu. Foto: Jan Mönch

Herzogenrath. Große Reden zu schwingen - das lag nicht in der Absicht des stellvertretenden Bürgermeisters in Roda. Manfred Fleckenstein (SPD) und seine Parteigenossen, darunter der Fraktionsvorsitzende Gerhard Neitzke, sein Stellvertreter Wolfgang Goebbels sowie Referent Ulrich Hoffmann-Siemes, waren beim Fachforum für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt selbst Zuhörer.

„Wir können schließlich nicht in jedem Bereich Fachleute sein”, nannte Fleckenstein den Anlass der Veranstaltung im Kohlscheider Technologiepark.

Daher waren Fachleute eingeladen worden, etwa aus Architekturbüros und Umweltverbänden, aus Fahrschulen und vom ADAC. Der Ortsteil Kohlscheid kristallisierte sich dabei rasch als ein „Sorgenkind” heraus.

Bekümmert zeigten sich viele Anwesende angesichts leer stehender Ladenlokale und ungenutzter Grundstücke. Und regelrecht verärgert war mancher wegen der Verkehrssituation auf der L232, insbesondere am Ortseingang Kohlscheid.

„Von Köln-Deutz bis zur Abfahrt von der Autobahn brauche ich 50 Minuten. Vom Ortseingang Kohlscheid bis nach Pannesheide sind es dann noch mal 40 Minuten”, schilderte ein Vielfahrer die Zustände im Berufsverkehr.

Das traf im SPD-Forum den Nerv vieler, dementsprechend vielseitig waren die Vorschläge. Die häufig geforderte UmgehungsstraßeÊ- sofern sie denn entsteht - werde nicht über Herzogenrather Gebiet führen. „Da können wir nur Empfehlungen aussprechen”, stellte Manfred Fleckenstein klar.

Doch die Gäste brachten auch Ideen jenseits von zusätzlichem Asphalt mit, teils inspiriert von anderen Kommunen. Ein Besucher wusste von französischen Städten zu berichten, in denen zur Lockerung des Verkehrsflusses eine dritte Fahrspur eingerichtet worden ist.

„Die wird morgens vom stadtauswärts fahrenden Berufsverkehr genutzt, am Abend dann stadteinwärts für die Heimkehrenden freigegeben.”

Leichter einführen ließe sich ein „Job Ticket”, das SPD und Grüne in Aachen durchgesetzt haben. In Kooperation zwischen ÖPNV und Unternehmen werden den Arbeitnehmern dort Monatskarten zu stark vergünstigten Preisen angeboten und stellen eine Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto dar.

Eine besonders attraktive Idee auch für Herzogenrath, so die Meinung beim Forum, zumal die Stadt gleich drei Bahnhöfe zu bieten hat.

Allerdings müsse für ein erhöhtes Aufkommen an Linienbussen gesorgt sein. Ebenfalls eingebracht wurde die Überlegung der Aachener SPD, das Busfahren in den zentralen Bereichen durch Subventionierung des ÖPNV ganz umsonst anzubieten.

Ein weiteres öffentliches Forum wird die SPD in Herzogenrath am Mittwoch, 4. März, 20 Uhr, zum Thema Sport, Freizeit, Kultur und Tourismus anbieten.
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