Baesweiler - SPD: Baesweiler braucht Konzept

SPD: Baesweiler braucht Konzept

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
7450751.jpg
Das SPD-Wahlprogramm steht – und auch die Reihen der Genossen: „Wir sind so gut aufgestellt wie lange nicht“, sagt Ortsvereinsvorsitzender Dr. Karl-Josef Strank. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. „Auffallend anders“ will sich die Baesweiler SPD im Kommunalwahlkampf geben. Unter diesen Slogan – und versehen mit einem Ausrufezeichen – haben die Sozialdemokraten ihr Programm gestellt. Fünf Kernthemen stehen drin: Stadtentwicklung, Mobilität und Infrastruktur, Schule, Jugend und Bürgerbeteiligung. Und über allem steht die Forderung nach einem klaren Gesamtkonzept für die Stadt.

„Wir haben so viele Dinge, die einfach angepackt werden müssen, die man aber nur gemeinsam und mit einem schlüssigen Konzept entwickeln kann“, sagt der Ortsvereinsvorsitzende Dr. Karl-Josef Strank. „Wir fordern eine Stadtentwicklung, die diesen Namen auch verdient. Es wird in Baesweiler zu oft hier und dort mal etwas gemacht – aber dabei fehlt eine klare Vorstellung vom großen Ganzen.“

Bezahlbarer Wohnraum

Das Thema Schulpolitik soll im Fokus bleiben – selbst wenn ein Bürgerabend vor wenigen Monaten kaum Beachtung seitens der Schülereltern gefunden hatte. „Der Minimalkonses muss es sein, eine Sekundarschule in der Stadt einzurichten“, sagt Strank. Besser noch: eine Gesamtschule. Anders lasse sich der Verlust an Schülern – mehr Baesweiler Schüler pendeln an weiterführende Schulen in umliegenden Kommunen als von dort an Baesweiler Schulen kommen – nicht bremsen oder gar umkehren. Vor allem die stark gesunkenen Schülerzahlen an der Baesweiler Hauptschule machen ein rasches Handeln erforderlich, so Strank. „Es wird für alle Schulen in der Stadt ganz schwierig, wenn wir unser Lernangebot jetzt nicht neu erfinden und entsprechend aufstellen.“

Ein Konzept entwickeln – das soll aus SPD-Sicht auch die Grundlage für die Schaffung weiteren Wohnraums sein. „Wir brauchen mehr und vor allem bezahlbare Wohnungen für junge Familien und Ältere“, sagt Strank. Das Erstellen eines Baulückenkatasters – wie es die SPD bereits in der Vergangenheit gefordert hatte – sollte dafür der erste Schritt sein. Auch die Sicherung einer Nahversorgung in den Dörfern – ob nun in Form von Hofläden, eines mobilen Lieferservices oder mit einem bürgerschaftlichen Dorv-Konzept – steht auf der Agenda. „Das gehört unbedingt mit zu einer gezielten Wohnraumpolitik“, sagt Strank.

Bahn und L 50n verknüpfen

Nach Möglichkeit verknüpfen will die SPD den Euregiobahnanschluss Baesweilers und den Bau der seit langem projektierten L50n als Ortsumgehung für Setterich. „Das eine macht das andere wahrscheinlicher“, sagt Strank, sich eine streckenweise parallele Führung von neuer Straße und Bahntrasse gut vorstellen könne.

Eine Vision 2030 will die SPD gemeinsam mit dem Bürger entwickeln. „Jeder Baesweiler muss deutlich spüren, dass er mit seinen Wünschen von der Politik ernst genommen wird“, sagt Strank. Regelmäßige „Stadtteilkonferenzen“ solle es künftig geben, bei denen gemeinsame Ideen entwickelt werden sollen.

Ist das alles nun „Auffallend anders“? Das dürfte der Wahlkampf zeigen und vor allem das Votum am 25. Mai. „Wir sind guten Mutes“, sagt Strank, und aus diesen Worten spreche „nicht bloß Zweckoptimismus. Wir sind so gut aufgestellt, wie lange nicht. Und wir haben in der zurückliegenden Legislatur gut gearbeitet.“ Dass die Bürgermeisterfrage in den kommenden Wochen kein Thema ist, begrüßt er. „Ich sehe dadurch die Chance, dass wir Themen spielen und über die Inhalte reden können.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert