Spatenstich: Neues Caritas-Wohnhaus in zentraler Lage

Von: mabie
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Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, Michael Doersch als Geschäftsführer des Caritas-Behindertenwerks und Marc Inderfurth (v.l.), Geschäftsführer der Caritas Lebenswelten, ließen beim ersten Spatenstich für den Caritas-Neubau an der Nordstraße den feinen Sand fliegen. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Weihbischof Dr. Johannes Bündgens hatte auf der Freifläche an der Nordstraße noch ein wenig mehr zu tun, als die Fläche einzusegnen, mit den Anwesenden zu beten, zu singen und Fürbitten zu sprechen.

Denn für den offiziellen ersten Spatenstich für das kommende Wohnhaus der Caritas für Menschen mit einer Behinderung legte er noch schnell die Weihutensilien beiseite, und ließ mit den weiteren Offiziellen noch ein wenig frischen Sand in die kühle Würselener Vorfrühlingsluft fliegen. In etwas mehr als einem Jahr Bauzeit soll an der Nordstraße, in direkter Nähe zum Würselener Zentrum, dann das Haus mit 24 Bewohnerplätzen entstehen.

Auf dem rund 2120 Quadratmeter großen Grundstück gibt es dann 1140 Quadratmeter Nutzfläche für drei Wohngruppen mit je acht Personen. „Ganz modern wird es werden“, versprach Michael Doersch, Geschäftsführer der Caritas-Behindertenwerk GmbH den gut 70 Gästen beim Spatenstich. Neben der Stadt Würselen, die unter anderem durch Bürgermeister Arno Nelles vertreten war, begrüßte Doersch Architekt Oliver Blum vom Architekturbüro Blum, Breuer und Brückner aus Eschweiler, sowie Marc Inderfurth, der als Geschäftsführer der Caritas Lebenswelten GmbH über die Nutzung entscheiden wird. Andere Partner im Projekt, das den Bewohnern ein möglichst eigenständiges Leben und Wohnen ermöglichen soll, sind die Städteregion Aachen, das Landesbauministerium Düsseldorf und der Landschaftsverband Rheinland.

Die Planungen für den Neubau begannen 2014, und mit dem Standort in Würselen sah Michael Doersch vor allem die räumliche Nähe zur neuen Caritas-Werkstatt an der Honigmannstraße als wesentlichen Pluspunkt. „Wir freuen uns außerdem, Teil des Zusammenlebens, der Nachbarschaft zu werden“, ergänzte Marc Inderfurth. Er ging sogar noch ein wenig weiter in der Zeit zurück, denn er berichtete vom Drängen auf einem Neubau als Ersatz für das aktuell genutzte frühere Schwesternwohnheim am Mauerfeldchen schon vor gut zehn Jahren. Mit dem Neubau, der nicht nur barrierefrei ist, sondern uneingeschränkt für die Rollstuhlnutzung freigegeben sein wird, kann der Wunsch nach Inklusion in die Gesellschaft weiterentwickelt werden. „Wir können so Mitbürgern mit höherem Unterstützungsbedarf mehr bieten“, schloss Inderfurth.

„Wohnen und arbeiten gehören zusammen“, fand auch Würselens Bürgermeister Arno Nelles, der den zentrumsnahen Neubau sehr begrüßte. Das Gebäude wird als dreigeschossiger, nicht unterkellerter Baukörper angelegt, die Erschließung erfolgt von der Nordseite aus, über ein zentrales, großzügig verglastes Foyer.

Alle 24 Zimmer der drei Ebenen verfügen über ein eigenes Bad, die einzelnen Räume gruppieren sich mit den Aufenthaltsräumen pro Etage atriumartig um das zentrale Foyer mit Treppenhaus und Aufzug. Durch die offene Struktur mit guter Ausstattung pro Wohneinheit wird Marc Inderfurth und den jetzigen Bewohnern noch ein ganz wichtiger Wunsch erfüllt. Denn neben der Chance, Teil einer überschaubaren, gemeinsamen Nachbarschaft zu werden, können die Menschen so in Beziehungen leben. „Das ist uns wichtig“, schloss Inderfurth, was zeigte, dass sich der volle Einsatz schon beim Spatenstich sicherlich gelohnt hat.

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