Sparta ist eine zweite, sportliche Heimat

Von: ehg
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Würselen. Mit einer familiären Matinee und einem Festabend, auf dem der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, als Schirmherr seine Glückwünsche überbrachte, erlebten die Festivitäten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des FC Sparta ihren Höhepunkt.

Allen voran würdigte Bürgermeister Arno Nelles nicht nur die sportlichen, sondern auch sozialen Leistungen, die die fest in ihrem Ortsteil Morsbach verwurzelten „Spartaner“ in den verflossenen 100 Jahren vollbracht haben. Dabei erinnerte er daran, dass die Sparta viele Bewährungsproben habe bestehen müssen.

Doch es gehöre zum sportlichen Leben dazu, dass man sich stets neu den Herausforderungen der Zeit stelle. „Ehrliche, aufrichtige und schnörkellose Menschen haben über die Jahrzehnte ihren Verein am Leben erhalten“, sagte Nelles. Für die Pflege der Gemeinschaft junger Menschen, die den Fußballsport eigentlich ausmachten, seien die „Spartaner“ auch heute noch ein gutes Beispiel. Der Vorsitzende des Festausschusses, Manfred Wirtz, lobte die freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Vorstand zum Wohle des Vereins.

Gute Jugendarbeit werde bei der Sparta geleistet, schloss sich der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Günter Kuckelkorn, an. Dank sagte er dem kommissarischen Vorsitzenden Udo Eichler, dass er in schweren Zeiten die Verantwortung übernommen habe, so dass das Jubiläum im würdigen Rahmen gefeiert werden könne. Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses betonte MdL Eva-Maria Voigt-Küppers, dass die Kommunen ihre sozialpolitischen Verpflichtungen nicht nachkommen könnten, wenn sie die Vereine, vor allem aber die Fußballvereine nicht an ihrer Seite hätten. Sie bedankte sich bei allen in der Sparta, die Kindern und Jugendlichen auf den Sportplätzen ihre Zeit schenken.

Die Glückwünsche des Deutschen Fußballbundes überbrachte der stellvertretende Vorsitzende des Fußballkreises Aachen Bernd Mommertz, indem er dem Sparta-Vorsitzenden die Urkunde und als symbolisches Geschenk einen Fußball überreichte. Für viele junge Menschen sei der Verein eine zweite, nämlich eine sportliche Heimat. Ehrenamtsbeauftragter Horst Auzinger nahm Ehrungen des Fußballverbandes Mittelrhein vor.

Die silberne Verbandsnadel steckte er ob ihrer Verdienste um den Fußballsport Paul Jünger, Heinz Mix und Karl-Heinz Pütz an, die nicht nur bei der Sparta die Fußballschuhe schnürten, sondern auch über viele Jahre Vorstandsarbeit leisteten. Über 35 Jahre rannte Theo Wirtz bei der Sparta dem runden Leder von der Jugend über die Senioren bis zu den Alten Herren hinterher. Von 1980 bis 1994 übernahm er das Amt des Geschäftsführers, seitdem ist er als Kassenprüfer tätig. Zum Ehrenmitglied wurde er 1994 ernannt. Ihn „dekorierte“ Auzinger mit der goldenen FVM-Verdienstnadel.

Es folgte noch eine besondere Ehrung, wie sie sonst nur auf Kreistagen vorgenommen wird. Er steckte dem Ehrenvorsitzenden Josef Offermanns ob seiner „außergewöhnlichen“ Verdienste um die Sparta und den Fußballsport schlechthin die silberne FVM-Ehrennadel an.

Offermanns trat 1952 in die Jugendabteilung des Vereins ein, durchlief alle Jugendmannschaften und „kickte“ anschließend noch 18 Jahre in Senioren- und Altherrenteams. Vorstandsarbeit leistete er von 1975 an, zwei Jahre stand er von 1987 bis 1989 an der Spitze des Vereins. Auzinger wünschte der Sparta auch für die Zukunft viele engagierte Ehrenamtler. Auch die Repräsentanten zahlreicher Würselener Fußballvereine gratulierten dem Geburtstagskind zu seinem 100-Jährigen.

Dass der Morsbacher Fußballverein eine verschworene Gemeinschaft war und ist, dafür spricht die große Zahl der Mitglieder, die ihm seit Jahren treu verbunden sind.

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