Spannender Wettstreit um die Scherberger Königswürde

Von: ehg
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Glückwunsch: Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft feiert ihren neuen Schützenkönig. Dietmar Böhm (4.v.re.) erhält die Insignien aus der Hand von Brudermeister Karl-Josef Offermanns. Foto: W. Sevenich

Würselen. Auf der prächtig herausgeputzten Schützenwiese an der Paulinenstraße ermittelten die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft aus Scherberg ihre neue Majestäten. Neben Bürgermeister Arno Nelles und den Bundesmeister des Bezirksverbandes Würselen, Hans-Josef Krings, konnte Brudermeister Karl-Josef Offermanns Abordnungen fast aller Bruderschaften der Stadt begrüßen.

Stark vertreten waren auch die Scherberger Ortsvereine.

Den ersten Wettkampf bestritten die beiden Jugendlichen der Bruderschaft. Benito Kempf erlegte den Vogel mit dem 96. Schuss und gab so seinem Konkurrenten das Nachsehen. Drei Schüler legten ihre Luftgewehre auf das Holz auf der Stange an. Mit dem 97. Schuss entschied Nils Weihrauch ihren Wettstreit für sich. Als Schülerprinz wird er im Bezirksverband als Scherberger Repräsentant seine Treffsicherheit unter Beweis stellen können. Dem noch amtierenden Schützenkönig Ulrich Geilenkirchen gab die Bruderschaft im Verein mit den Maijungen des Scherberger Königsspiels unter den Klängen des Spielmannzuges Grün-Weiß Eschweiler ein ehrenvolles Geleit von der Haustüre an der Scherberger Straße bis zur Schützenwiese. Dort traten 41 Schützen zum Königsvogelschuss an.

Nach der ersten Runde setzten zehn auf das Königssilber 2015 ambitionierte Schützen den Wettstreit fort, unter ihnen der noch amtierende Stadtprinz Michael I. (Mallmann), CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Jürgen Schmitz und auch der noch amtierende König, der seinen Titel „mit aller Gewalt“ verteidigen wollte. Erstmalig legten in der St.- Hubertus-Schützenbruderschaft Pico Gruner, Hans Grundei und Klaus Ortmanns das Kleinkalibergewehr auf einen Vogel an. Am Ende der zehnten Runde hatte das Holz auf der Stange alle Treffer regungslos eingesteckt. Es zeichnete sich ab, dass die Schützen noch eine harte Nuss zu knacken hatten. Die Schaulustigen, die immer lautstärker ihren „Kandidaten“ anfeuerten, wurden noch über eine Stunde lang auf eine Geduldsprobe gestellt. Für erste Aufregung sorgte mit einem satten Treffer Franz-Josef Offermann.

Doch sollte sich der Wettstreit noch weitere 20 Minuten hinziehen. Mit dem 247. Schuss machte Dietmar Böhm dem Vogel um 20.03 Uhr überraschend ein Ende. Das noch fast komplette Holz brach nach seinem Volltreffer mittig auseinander. Seit gut fünf Jahren Mitglied der Bruderschaft brachte er das Königssilber zum ersten Male in seinen Besitz. Die Reihe der Gratulanten wollte nicht enden. Der neue König, der sich während des gesamten Wettstreits treffsicher in Szene gesetzt hatte, strahlte mit ihnen um die Wette. Den Segen Gottes erbat für ihn auf der Schützenwiese Stefan Schirpel von der Gemeinde St. Marien, indem er das Silber segnete. Anschließend wurde noch bis zum Einbruch der Dunkelheit auf seinen großartigen schießsportlichen Erfolg angestoßen.

Heute Vogelschuss

An Fronleichnam, 4. Juni, werden die St. Hubertus-Schützen drei weitere Vögel ausschießen. Um 16 Uhr werden die Gönner ihr Glück versuchen. Anschließend wird ein Geldvogel von der Stange geholt. Zum guten Schluss wird auch noch der Ehrenkönig ermittelt.

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