Sozialstation und seniorengerechte Wohnungen werden gut angenommen

Von: Elisa Zander
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Freuen sich über die neue Woh
Freuen sich über die neue Wohnanlage: (v.l.) Claudia Liepertz, Einrichtungsleiterin, Sindi Schmitz, Leiterin der AWO-Tagespflege, Helmut Etschenberg, Städteregionsrat, Hans-Peter Göbbels, Vorsitzender AWO-Kreisverband Aachen-Land, Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der GWG, Michael Mommer, Geschäftsführer AWO-Kreisverband Aachen-Land, und Eva-Maria Voigt-Küppers, MdL. Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Sie hatten es sich gut überlegt, ob sie diesen Schritt gehen sollten - das Eigenheim verkaufen und zur Miete in eine der seniorengerechten Wohnungen ziehen, die seit Februar in der Sozialstation mit Tagespflege und seniorengerechten Wohnungen an der Anne-Frank-Straße fertiggestellt sind.

Das Ehepaar entschied sich für den Schritt. Knappe drei Monate sind sie nun in ihrem neuen zu Hause und sagen heute von sich: „Wir sind angekommen - und glücklich.”

Dieses Lob ist für Dr. Axel Thomas, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft für die StädteRegion Aachen GmbH (GWG), und Michael Mommer, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kreisverband Aachen-Land, eine große Anerkennung und zeigt, dass die Idee, in Herzogenrath-Raderfeld eine solche Einrichtung zu errichten, genau die richtige war.

Lange stand das Grundstück gegenüber dem Rathaus zum Verkauf, doch es sollte schließlich kein „0815-Bau” werden, wie Städteregionsrat und Aufsichtsratsvorsitzender der GWG, Helmut Etschenberg, betonte. Vielmehr sollte ein Haus entstehen, in dem Senioren weiterhin selbstständig leben, bei Bedarf aber auch Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen können. So wurden bislang 22 Wohneinheiten fertiggestellt, 15 weitere kommen bis Oktober dieses Jahres hinzu.

Die Bausumme von fünf Millionen Euro ist zu jeweils 50 Prozent über öffentliche Mittel (Sozialbindung) und den Kreditmarkt finanziert worden. Darin enthalten ist auch die Errichtung von drei Einfamilienhäusern, die bis Ende 2012 fertig gestellt werden sollen. Diese sollen ebenfalls zur Miete angeboten werden.

„Gesunde Mischung”

Gemietet werden die Wohneinheiten in dem barrierefreien Gebäude, das sich auf energetisch neuestem Standard befindet, über die GWG. 165 davon hätte die GWG vermieten können - da mussten bestimmte Entscheidungskriterien angewendet werden. „Am Ende haben wir eine gesunde Mischung”, findet Thomas. Die Nachfrage zeige, dass das Projekt erfolgsversprechend sei. Da spielten hohe Zentralität der Wohnanlage sowie das bedarfsorientierte Unterstützungsangebot rein.

Die AWO als Mieter bietet in den Räumlichkeiten eine Tagespflege, einen ambulanten Pflegedienst sowie einen Mittagstisch an. „Alles auf freiwilliger Basis”, betont Mommer. Etschenberg fügt hinzu, dass schließlich „betreutes Wohnen nicht für jeden finanzierbar” sei. Die Anlage am Raderfeld bietet also für jeden Bedarf und jeden Geldbeutel etwas.

Die Konzeptionierung und Umsetzung der Inneneinrichtung hat Michael Mommer als bereichernde Erfahrung wahrgenommen. „Man muss vieles bedenken, wenn man ein senioren- und behindertengerechtes Objekt gestaltet und einrichtet”, erzählt er. Mit Claudia Liepertz hat er sich für eine Einrichtung entschieden, die zum Wohlfühlen und zur Anregung der Phantasie beitragen soll.

Der Bedarf für Senioren-Wohnungen ist da; mit dem demographischen Wandel wird die Nachfrage weiter steigen - natürlich auch in Herzogenrath, darin sind sich alle einig. Dennoch empfand Bürgermeister Christoph von den Driesch die Projektentscheidung anfangs als „mutig”, mittlerweile ist dieses Gefühl der Zuversicht gewichen.

Auch er weiß: „Wir haben in Herzogenrath einen enormen Bedarf an alternativen Wohnformen für Senioren.” Der Bau sei nun inhaltlich und städtebaulich ein attraktives Gebäude, mit dem sich der erste Bürger der Stadt eine gute Nachbarschaft wünscht, kann er doch aus seinem Bürofenster direkt auf die Anlage blicken.
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