Soziale Aktion statt Mathe und Englisch

Von: Andrea Thomas
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Sowohl Pfarrer Dr. Guido Rodheudt als auch Bürgermeister Christoph von den Driesch stehen hinter Aktion der Kinder und Jugendlichen aus dem HOT St. Gertrud, die gemeinsam mit anderen den Abenteuerspielplatz der Stadt aufpeppen wollen. Als Starthilfe gab es dazu schon mal Hammer und Nägel. Foto: Andrea Thomas

Nordkreis/Herzogenrath. Nicht darauf warten, dass die Großen etwas tun, sondern selbst aktiv werden, um die Stadt für Kinder und Jugendliche etwas besser zu machen - eine Idee auf die Kathrin Gehlich, Streetworkerin der Stadt Herzogenrath, sofort angesprungen ist, als sie von der 72-Stunden-Aktion des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) erfuhr.

Interessiert hakte sie bei Martin Pier, Jugendbeauftragter für die Region Aachen-Land beim Bistum, nach, ob da nur kirchliche Jugendorganisationen mitmachen könnten. Nein, natürlich nicht, so die Antwort, mit der im Gepäck sie Kontakt zu Angelika Ostlender vom Jugendtreff im HOT St. Gertrud aufnahm.

Gemeinsam brachten sie ein Projekt auf den Weg, mit dem sie die dort organisierten Jugendlichen ebenso ködern wollen wie die, die sie spontan für ihre Aktion begeistern können.

Ihr Ziel, sie wollen in den 72 Stunden, die zur Verfügung stehen den Abenteuerspielplatz am Fuchsberg in einen Treffpunkt für alle Kinder und Jugendlichen Herzogenraths verwandeln.

Ganz konkret wollen sie eine Blockhütte auf dem Gelände errichten, die für Aktivitäten bei schlechtem Wetter zur Verfügung steht und in welcher Gruppen, die den Platz nutzen, Schutz suchen können.

Unterstützt werden sie dabei von der Gemeinde St. Gertrud und von der Stadt Herzogenrath. Um dies zu unterstreichen überreichten Pfarrer Dr. Guido Rodheudt und Bürgermeister Christoph von den Driesch einigen der Jugendlichen 100 Tage vor dem Start am 7. Mai schon einmal Nägel und Hammer.

Bürgerschaftliches Engagement sei für eine funktionierende Gesellschaft wichtig. „Unsere Gesellschaft baut auf christlichen Grundwerten auf”, so Christoph von den Driesch.

Er freut sich deshalb besonders, dass das Engagement für dieses Projekt von der kirchlichen Jugendarbeit ausgehe. Er wünschte allen Kindern und Jugendlichen viel Erfolg.

„Ich hoffe, dass diese Aktion auch nach den 72 Stunden zu weiteren guten Taten motiviert.” Auch Pfarrer Rodheudt steht hinter dem Projekt: „Ich finde es bemerkenswert, wie viele Ideen für diese Aktion entwickelt werden und wie viel Positives getan wird.”

Mit dieser Unterstützung im Rücken suchen die Jugendlichen nun Paten, die sie mit Materialien (Holz, Nägel) mit Know-How oder bei warmem Wetter mit einer Runde Eis für alle unterstützen.

Da ist dem Bürgermeister nicht bange: „Wenn es um ein konkretes Projekt geht, wie im letzten Jahr die Kindermahlzeit, dann sind die Herzogenrather auch mit Sachspenden dabei.”

Kathrin Gehlich hat noch einen besonderen Wunsch. Sie appelliert an die Lehrer in den Schulen, ihre Schüler, die bei der Aktion dabei sein wollen, von Unterricht und Hausaufgaben freizustellen: Soziale Verantwortung und bürgerschaftliches Engagement statt Mathe und Englisch.
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