„Sommer im Nordkreis“: Leser gehen freiwillig ins Krankenhaus

Von: Karl Stüber
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In Augenschein genommen: Bei einer exklusiven Führung durch den Neubau des Medizinischen Zentrums Würselen (MZ) am Standort Marienhöhe wurden Abonnenten unserer Zeitung über moderne Patientenzimmer informiert. Foto: Karl Stüber
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MZ-Pressesprecher Felix Lennertz sorgte per Handkurbel für frischen Wind. Foto: Karl Stüber
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Besonders komfortabel geht es in der Privatstation zu, für die Kaiser Karl Namenspate ist. Foto: Karl Stüber

Würselen. Richtig viel Geld haben die Gesellschafter des Medizinischen Zentrums Würselen (MZ) im Rahmen des Masterplans 2018 am Standort Marienhöhe investiert. 30 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert, nochmals 20 Millionen Euro für medizinische und sonstige Einrichtung.

Da nahmen Abonnenten unserer Zeitung gerne im Rahmen des Angebotes „8 x Sommer im Nordkreis“ das exklusive Angebot einer sachkundigen Führung durch den gerade erst offiziell eröffneten neuen Trakt dieses Krankenhauses an, der mit 110 Zimmern für 200 stationär aufgenommene Patienten ausgelegt ist. Sie wollten sehen, was mit all’ dem Geld gemacht worden ist.

Der Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des MZ und Pressesprecher, Felix Lennertz, führte die Leser durch den neu erstellten Trakt des zweitgrößten Krankenhauses der Region. Mit Blick auf die Informationen eine abwechslungsreiche und erfrischende Tour – angesichts subtropischer Temperaturen im Freien.

Natürlich dient das MZ vorrangig der medizinischen Versorgung im Umfeld, ist auch Hauptaugenmerk der Gesellschafter, also der Städteregion und der Knappschaft Bahn-See. Aber Patienten finden auch aus dem weiteren Umfeld wie Köln, Bonn oder Ruhrgebiet, um sich im MZ behandeln zulassen, erläuterte Lennertz.

Besonders gerne hielten sich die Gäste im Bereich neuester Medizintechnik auf. Dort ist mit Blick auf die sensible Gerätschaft die Temperatur derzeit im besonderen Maße angenehm. Schneller, präziser und leiser ist die neustes Generation Bildgebender Verfahren, wie sich unsere Leser im Detail von Lennertz erklären ließen – und mit Nachfragen nicht geizten.

Kurze Wege und intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit kommen nicht nur den Patienten und insbesondere Notfällen zugute, bei denen bisweilen Minuten über Grad der Schädigung und damit über die Perspektiven einer Heilung entscheiden, so etwa bei Schlaganfallpatienten.

Außerordentliches Interesse fand hierbei die funkelnagelneue Angiographie-Anlage, mit der Professor Dr. Georg Mühlenbruch, Chefarzt der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am MZ, und sein Team nach Schlaganfällen per Katheder sogar Blutgerinnsel aus dem Gehirn zielsicher entfernen. Gebannt folgte man einer Videoaufzeichnung eines solchen Eingriffs. Angesichts solcher und anderer hochmoderner Technik, so Lennertz, schauen sich Delegationen anderer Häuser schon mal diese und andere Anlagen als Referenz an, um besser über die Anschaffung entsprechender Geräte entscheiden zu können.

Sichtlich Eindruck hinterließ bei den Teilnehmern der Führung der Gesamteindruck, den die neu eingerichteten Stationen vermittelten. Allerdings hat sich die Verweildauer von Patienten in Krankenhäusern stark verkürzt. Waren es im Mittel vor 20 Jahren noch 14 Tage, sind es jetzt laut Lennertz nur noch sieben. Dies sei auf die viel besseren diagnostischen und therapeutischen Verfahren zurückzuführen. Aber auch auf die mit langer Verweildauer verbundenen Kosten, wie kritisch ein Leser anmerkte.

Nach einer Erfrischung in der Lounge der Kaiser-Karl-Premium-Station für Privatpatienten ging es mit dem Fahrstuhl hinab in die Geschichte des Krankenhauses, genauer in den Bunker, der zu Zeiten des Kalten Krieges eingerichtet worden war und der heute in Teilen als Materiallager dient. Der Lift brachte die Gäste auch zum krönenden Abschluss – den Hubschrauberlandeplatz auf dem Flachdach des neuen Gebäudes, von dem aus der Blick aus ungewohnter Perspektive ins Umland ging.

Und kommen die Investitionen auch beim „Publikum“, also den Patienten an? Lennertz berichtete von immer stärkeren Zulauf und den damit verbundenen Folgen: „Wir verdienen wieder Geld und haben wieder mehr Möglichkeiten, Mittel für Investitionen zurückzulegen.“ Das sei noch vor ein paar Jahren, bevor der Masterplan 2018 aufgelegt wurde, noch anders gewesen.

Und auch den an der Führung teilnehmenden Lesern gefiel das Gesehene. So sagte zum Beispiel Heinz Schilde, der in Nachbarschaft des Standortes Marienhöhe wohnt und lange die Auswirkungen der Bauarbeiten zu spüren bekam, angesichts des Ergebnisses: „Das alles hat sich gelohnt!“

Dr. Markus Graf, Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, traf im Vorbeigehen unter den Lesern auf eine ehemalige Patientin, die anerkennend sagte: „Sie haben mich an der Hüfte operiert.“ Augenscheinlich war der Eingriff erfolgreich verlaufen...

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