Solidaritätslauf fördert die Hilfe zur Selbsthilfe

Von: dag
Letzte Aktualisierung:
13116413.jpg
Mit Begeisterung am Start: Rund 630 Teilnehmer gingen enthusiastisch auf die Strecke, um mit ihrer sportlichen Ausdauer das Malabon-Projekt zu unterstützen. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Herzogenrath. Regelmäßig richtet das Städtische Gymnasium einen Solidaritätslauf zugunsten des Malabon-Projektes aus. Von allen Seiten strömten sie herbei, um jüngst beim elften „Malabon-Lauf“ dabei zu sein: Schüler quer durch alle Jahrgangsstufen, Eltern und Lehrpersonal.

Insgesamt waren es schließlich rund 630 Teilnehmern, die hoch motiviert unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer Runde um Runde über den Sportplatz und durch das angrenzende Broichbachtal liefen oder walkten.

Fröhlich lächelnd begrüßte Schulleiterin Brigitte Jansen bei schönem Spätsommerwetter alle Besucher und dankte ihnen – ob aktiver Teilnehmer oder Helfer –, dass sie „so begeistert dabei sind“. Es sei schon toll zu sehen, mit wie viel Engagemen, sich hier alle einsetzen.

Das gelte auch für die Schulsanitäter, „die wahnsinnig routiniert die medizinische Notfallbetreuung übernommen haben“. Dann gab sie gemeinsam mit Sprecher Alexander Pontzen das Startsignal und die sportliche Menschenmenge setzte sich in Bewegung –vorneweg die Läufer, dann die Walker.

Eine Runde war übrigens 2,5 beziehungsweise 1,5 Kilometer lang. Im Vorfeld hatten sich die Akteure im Bekannten- und Verwandtenkreis so viele Sponsoren wie möglich gesucht, die ihnen pro gelaufenem Kilometer einen bestimmten Betrag bezahlten.

„Bislang konnten rund 130.000 Euro auf das Malabon-Konto überwiesen werden“, informierte Cheforganisator Herbert Schmerz von der Projektgruppe Malabon, der übrigens selber im Nordic-Walking-Stil mitmachte. Weitere 17 745 Euro, so das vorläufige Ergebnis, werden aus dem elften Lauf hinzukommen.

Malabon ist ein Stadtteil von Manila auf den Philippinen. Mehr als 360.000 Einwohner (etwa 18.000 Menschen pro Quadratkilomter) besiedeln den von unzureichender Hygiene, Armut, Obdachlosigkeit und Analphabetentum gekennzeichneten Teil.

Seit 29 Jahren unterstützt die „Projektgruppe Malabon und die Dritte Welt“ dort eine Kirchengemeinde bei ihrer Anstrengung, den Armen eine Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Unter anderem werden Schulgebühren, Schulmaterialien und Lernmittel für eine College-Berufsausbildung bezahlt. Ebenfalls seit 29 Jahren engagiert sich die Schulgemeinde für das Partnerschaftsprojekt. Mit vielfältige Aktionen – unter anderem dem Malabon-Lauf – trägt das Städtische Gymnasium Herzogenrath somit zum Erfolg der Projektarbeit auf den Philippinen bei.

Nachdem auch dieser einstündige Solidaritätslauf wieder so erfolgreich war – überall sah man zufriedene Gesichter –, soll es in zwei Jahren dann den zwölften „Malabon-Lauf“ geben, wie Schulleiterin Brigitte Jansen durchblicken ließ.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert