„Solarpavillon Anna“: Ein Unterstand, der auch Energie erzeugt

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
7225765.jpg
Ist zwar noch nicht am Netzt, bringt aber gleich mehrere Vorteile mit sich: Der Solarpavillon Anna bringt einen ökologischen und ökonomischen Nutzen – und dient als Unterstand bei Freiluftveranstaltungen. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Nun gut, er ist zwar doch noch nicht in Betrieb, aber wenn der Termin einmal feststeht und ohnehin alle da sind, dann kann man ihn ja auch offiziell einweihen. Gemeint ist der „Solarpavillon Anna“, mit dem die Energeticon gGmbH „einen weiteren Schritt in Richtung regeneratives Zeitalter geht“.

Dieser Pavillon ist zwar voll einsatzbereit zur Stromproduktion, alleine, es fehlt an den notwendigen Leitungen, um diesen Strom auch ins Netz einzuspeisen. Die Verlegung dieser hatte sich verzögert. Das Anklemmen des zentralen Kabels steht noch aus.

20.000 kWh pro Jahr

Im Beisein von Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Hans Fabelje, RWE-Leiter Westliches Rheinland, sowie Bürgermeister Alfred Sonders in seiner Funktion als Vorsitzender des Energeticon-Aufsichtsrates, stellte Hans-Willi Grümmer dennoch das neue Schmuckstück auf dem Außengelände des Dokumentationszentrums für Energieformen vor. Mit seiner Firma, der euregio-solarzentrum GmbH, hatte Grümmer den von der RWE Deutschland AG finanzierten Solarpavillon geplant und erbaut: „Die Anlage mit einer Grundfläche von etwa 140 Quadratmetern mit 4,50 Metern Höhe kann jährlich 20.000 kWh Solarstrom herstellen. Damit könnten vier bis fünf Einfamilienhäuser mit Strom versorgt werden.“ Tut sie aber nicht. Denn die verbauten 78 Solarmodule mit einer Leistung von 19,5 Kilowatt/peak soll Energie für den Unterhalt des Energeticons produzieren. Immerhin zehn Prozent des Bedarfs schafft die Fotovoltaik-Anlage – und sorgt damit für eine finanzielle Entlastung des Budgets von rund 4000 Euro pro Jahr! Auf 20 Jahre gerechnet: satte 80.000 Euro. „Mit dieser Konstruktion ist der erste Akzent gesetzt für Großexponate im Ausstellungsbereich zu regenerativen Energiewandlertechniken. Großexponate zur Windkraft werden bald folgen“, stellte Energeticon-Geschäftsführer Harald Richter in Aussicht. Ganz nebenbei eigne sich der Pavillon auch als Unterstand für Outdoor-Veranstaltungen auf dem Energeticon-Gelände

Hans Fabelje zeigte sich begeistert vom Fortschreiten des Energeticon-Projektes: „Es ist klasse zu sehen, wenn wieder etwas Neues hinzukommt. Wir haben Freude daran mitzuarbeiten, dass das hier ein toller Erlebnisort wird“, lobte er. Auch Helmut Etschenberg nutzte die Gelegenheit, um seine Begeisterung für den zukünftigen „außerschulischen Lernort“ auszudrücken: „Ich halte dieses Projekt für eins der wichtigsten in der Städteregion. Alsdorf setzt Akzente, die nach ganz Deutschland ausstrahlen. Die Wunden, die andere geschlagen haben und sich nicht angemessen dieser Verantwortung gestellt haben, beginnen nun mit Ihrer Hilfe zu heilen“, lobte er RWE als „kommunal verbundenes Unternehmen“.

Alfred Sonders dankte dem RWE: „Ohne Sie gäbe es das Energeticon nicht. Ihre Spende hat uns über eine empfindliche Durststrecke hinweg geholfen. Defizite konnten dadurch abgedeckt werden.“ Mit dem Pavillon sei man den selbst gesteckten Klimaschutzzielen ein gehöriges Stück näher gekommen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert