Solarenergie im Blick: Ideen für die Freunde in Réo

Von: ehg
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Gastgeschenke ausgetauscht: Bürgermeister Arno Nelles (6.v.r.) hieß die Delegation aus Morlaix im Alten Rathaus herzlich willkommen. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Vier Delegierte des „Comité de Jumelage“ haben jetzt Freunden in Würselen einen Besuch ab. Herzlich willkommen hieß sie dort der Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo, Bürgermeister Arno Nelles.

Auf die Gäste wartete ein umfangreiches Arbeits- und Besuchsprogramm. Ein lebhaftes Echo fand bei ihnen, wie im Energeticon in Alsdorf Bergbaugeschichte aufgearbeitet wurde. Weiter ging es zum Solarinstitut der Fachhochschule in Jülich. Großes Interesse fand dort der „Bretagne“, ein alltagstauglicher Solarofen. Er sammelt und speichert Sonnenenergie und bietet über die Nutzung von Erdnussöl als Wärmeleiter eine komfortable und sichere Nutzung als Kochstelle. Die Freunde aus Morlaix und Würselen prüfen nun, ob der „Dr. Schwarzer Kocher“ auch in Réo sinnvoll eingesetzt werden kann. Beeindruckend und beklemmend zugleich waren die Einblicke in den Tagebau Inden vom Indemann aus. Dort „fressen“ momentan Großraumbagger den Ortsteil Pier, wo früher einmal 100 Menschen gelebt haben.

Fachtagung

Auf einer Fachtagung im Alten Rathaus drehte sich der Gedankenaustausch zunächst um die momentane politische Lage in Burkina Faso und um mögliche Auswirkungen auf die Entwicklungsprojekte in der westafrikanischen Partnerstadt Réo. Entwickelt wurde ein Konzept zur verstärkten Nutzung von Solarenergie in Réo, das den dortigen Freunden schon bald unterbreitet werden soll.

Dabei geht es auch um die Schaffung von Arbeitsplätzen. Bei den Projekten soll auch künftig darauf geachtet werden, dass sie im Einklang mit den Bedürfnissen und Erwartungen der notleidenden Menschen in Westafrika stehen, die Nachhaltigkeit garantiert ist und auch ein Anteil an Eigenleistung mit eingebracht wird. Zur Realisierung von Projekten ist die Freundschaftsgesellschaft Burkina Faso/Réo nach wie vor auf Spenden angewiesen. Aktiv wird sie sich daher auch in diesem Jahr am Weihnachtsmarkt in Bardenberg und am Weihnachtskunstmarkt St. Sebastian beteiligen. Wie Bürgermeister Nelles versicherte, kommen alle Spenden auch künftig zu 100 Prozent den Menschen in Réo zugute.

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