Skulpturen aus Eiern: Ferienangebot in der Kunstakademie

Von: Conny Stenzel-Zenner
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Kreativität ist angesagt: Ela Moonen (hinten l.) Susanne Mix (r.) haben sich für die Kinder viel ausgedacht. Foto: Conny Stenzel-Zenner

Würselen. Kunstwerke aus Lutschbonbons, Skulpturen aus Eiern, Zement und Styroporkrümeln: Interessante Kunsttechniken werden drei Wochen lang 17 Kinder zwischen 6 und 16 Jahren in der Kunstakademie kennenlernen, denn Ela Moonen und Susanne Mix haben sich vieles für das Ferienprogramm, den young art summer, ausgedacht.

„Ich freue mich sehr auf das alles, was wir in dieser Woche machen“, sagte Nadja (12), die schon zwei Wochen Urlaub gemacht hatte, aber jetzt große Lust auf Kunst hat. Und so geht es auch um neue Techniken und Perspektiven. „Viele Materialien und Vorgehensweisen werden neu sein für die Kinder“, sagte Ela Moonen, die neugierig machen will und auf überraschende Ergebnisse hofft. „Natürlich werden wir auch malen und zeichnen, denn das gehört immer dazu. Aber wir werden uns auch mit neuen Praktiken beschäftigen, die die kreativen Ideen der Kinder heraus kitzeln“, sagte Susanne Mix.

Dieses Ferienangebot ist nur möglich, weil sich einige Geldgeber in Würselen zusammengeschlossen haben. Da ist der Lions Club Würselen, der sich die Förderung von Kindern auf die Fahne geschrieben hat, ebenso wie der Verein „Wir in Würselen“, aber auch das Jugendamt der Stadt und die Kulturstiftung.

„Als uns der Catering-Service in letzter Sekunde abgesprungen ist, merkten wir, wie sehr die Würselener zusammen halten“, freute sich Susanne Mix, die nun Essen von drei Restaurants bekommt und einen großen „Fresskorb“ eines ansässigen Ladens entgegennehmen konnte.

Die teilnehmenden Kinder an den besonderen Ferienspielen erarbeiten Kunstwerke mit zerlaufenden Bonbons, die als Kunstwerk immer noch schmecken, wenn sie noch keine Glasur haben. Sie entwerfen Arbeiten aus Betonguss, machen Rahmen aus Holz, Kreisel aus ausgedienten CDs.

„Blinde Flecken ausfüllen“

„Als wir vor drei Jahren mit der Kulturstiftung gestartet haben, wollten wir blinde Flecken ausfüllen. Das sind auch Malangebote, die in den Ferien die Kinder erreichen sollen“, sagte Achim Großmann von der Kulturstiftung.

Großmann freute sich besonders über die große Mischung an Kindern, die von den unterschiedlichen Schulformen in der Kunstakademie in der Klosterstraße zusammen kommen, um sich kennenzulernen, um miteinander zu reden, zu essen und letztlich Kunst miteinander zu machen – aber auch um neugierig die Kunstwerke aus Bonbons anzuschauen und dann heimlich abzuschlecken.

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