Würselen - Singer-Höfe: Erster Ankermieter steht fest

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Singer-Höfe: Erster Ankermieter steht fest

Von: Georg Pinzek
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Fraglich: Ob der alte Backsteinbau der ehemaligen Singerfabrik erhalten werden kann, steht noch nicht fest. Foto: Georg Pinzek
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Das modifizierte Modell: Die Entwicklung der Singer-Höfe ist ein laufender Prozess. Gebaut wird nach den Wünschen von Stadt und Mietern.
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Informiert im Rathaus über den Stand der Planung: Investor Albert C. Block (links). Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Einen Termin, wann mit dem Bau der Singer-Höfe zu rechnen sei, den konnte der niederländische Investor Albert C. Blok beim besten Willen nicht nennen. „Denn das hängt davon ab, wie schnell wir weitere Ankermieter überzeugen können. Wir arbeiten intensiv daran“, informierte Blok den Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr.

Investor und Makler stellten den Entwicklungsstand des für die Innenstadt so bedeutenden Projekts vor. Zufrieden registrierten die Fraktionen, dass bereits mit einem Ankermieter ein langfristiger Mietvertrag geschlossen werden konnte. Ein Rewe-Markt steht als Kunden-Magnet fest. Optimistisch zeigte sich Blok, dass nun weitere große Händler Interesse an dem Standort haben werden. Blok: „Wir leisten zurzeit viel Überzeugungsarbeit, aber solche Prozesse können sehr langwierig sein.“ In der Regel suchten potenzielle Unternehmen ein Umfeld in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Ein Pluspunkt sei aber die Nähe zum Oberzentrum Aachen. Weitere Wunschkandidaten als Ankermieter würden besonders in der Textilbranche gesucht.

Keine Terrassenhäuser

Sollte es bis zum Sommer gelingen, weitere große Mieter vertraglich zu binden, die den Würselener Einzelhandel in der Innenstadt ergänzen sollen, könnten weitere notwendige Planungsschritte folgen. Ein Baubeginn im kommenden Jahr wäre dann wahrscheinlich. Für die Realisierung der Singer-Höfe müsse mit ein bis eineinhalb Jahren gerechnet werden.

Doch zuvor müssen noch viele Fragen besonders zur Verkehrsanbindung und Anlieferung beantwortet werden, dessen sind sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses durchaus bewusst. Einzelhandels- und Umweltverträglichkeit werden gutachterlich unter die Lupe genommen.

Ob der alte Backsteinbau der ehemaligen Nadelfabrik, wie von der Kulturstiftung Würselen angeregt, erhalten werden kann, steht indes noch nicht fest. Laut Blok hänge das von der Stärke der Kontamination des Gebäudes ab. Eine weitere Rolle spiele, ob die Verhandlungen mit dem Besitzer einer Immobilie an der Kaiserstraße, die weit in das Projektgebiet hineinragt, Erfolg haben werden. Blok: „Die werden zurzeit intensiv geführt.“

Technischer Beigeordneter Till von Hoegen, der das Projekt gemeinsam mit Fachbereichsleiter Manfred Schmitz-Gehrmann im Rathaus intensiv begleitet, hatte den Ausschuss zuvor auf Änderungen im überarbeiteten städtebaulichen Konzept hingewiesen: „Wir mussten uns von der Ansiedlung eines Hotels verabschieden, weil wir genauso wie in Alsdorf keinen Betreiber gefunden haben. Sie zeigen nur Interesse an Aachen. Außerdem sind die Terrassenhäuser am Fuß der Kalkhalde nicht realisierbar, weil eine Gründung dafür mit zu großem Aufwand verbunden wäre.“

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