Alsdorf - Sieger des Alsdorfer Fotowettbewerbs stehen fest

Sieger des Alsdorfer Fotowettbewerbs stehen fest

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
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Den zweiten Platz gewinnt das Motiv von Karla Gisbertz.
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Dieter Fels' Motiv gewinnt den dritte Platz des Wettbewerbs.
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Einen Sonderpreis erhielt außerdem Daniel Huhn für die Morgenstimmung am Weiher.
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Das Siegermotiv von Marcus Pröhl (rechts).

Alsdorf. Am Anfang hatten die Initiatoren des Fotowettbewerbs „Alsdorf – anders als man denkt“ etwas Sorge: Ob wohl genug Einsendungen von guter Qualität zusammenkommen? Hoffentlich sind es nicht immer die gleichen Motive ... Aber am Ende konnten alle aufatmen: Mehr als 600 Bilder sind letztlich eingesendet worden.

„Die meisten haben wir kurz vor Schluss erhalten“, erzählte Marion Wingen, Pressesprecherin der Stadt Alsdorf und Jury-Mitglied. Darunter viele Bergbau-Motive (vor allem das Fördergerüst), viel Natur (in erster Linie Tiere aus dem Tierpark) und überraschend wenig Menschen. Was lässt sich daraus ableiten? „Die Menschen hier in Alsdorf scheinen sich nach wie vor stark mit der Zechenvergangenheit zu identifizieren“, glaubt Marion Wingen.

Warum so wenig Menschen festgehalten wurden, darüber kann man nur spekulieren. Vielleicht hat das mit rechtlichen Aspekten zu tun – schließlich benötigt man beispielsweise beim Ablichten von Kindern die Einwilligung der Eltern. Wie dem auch sei.

Jedenfalls hat nun die Jury die Köpfe zusammengesteckt und die Gewinner ermittelt. Leicht war das nicht, auch wenn es von Anfang an zwei Favoriten für den ersten Platz gab. Neben Marion Wingen diskutierten und argumentierten Fotograf Wolfgang Plitzner, Nicole Thater von der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing, und Anne Kappes von der Alsdorfer Firma AWD-Druck und die Redakteurin der Aachener Zeitung und der Aachener Nachrichten, Verena Müller.

Am Ende machte ein Bild das Rennen, das aus Sicht der Mehrheit in der Jury die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt Alsdorf vereint: Ein lachender Junge, der bei strahlendem Sonnenschein durch einen Rasensprenger läuft. Im Hintergrund: das Neubaugebiet auf dem Annagelände und das Fördergerüst. Alsdorf versteht sich auch als Familienstadt und gerade auf dem Annagelände sind Strukturwandel und Bauboom greifbar.

Geschossen hat das Bild Marcus Pröhl, bei dem Kind handelt es sich um seinen dreijährigen Sohn Jakob. Pröhl stammt aus Thüringen und ist über eine „Zwischenstation“ in Aachen in Alsdorf gelandet. Er wohnt am Annapark und fühlt sich dort, wie er selbst sagte, rundum wohl.

Das Foto ist ein Schnappschuss, den er von der Picknickdecke aus aufgenommen hat, während der ersten Hitzewelle im Mai dieses Jahres. „Das Bild wollte ich erst gar nicht einsenden, aber ein Nachbar, der vom Wettbewerb wusste, hatte mich ermuntert“, erzählte Pröhl auf Nachfrage.

Bei der Ermittlung des zweiten und dritten Platzes hatte die Jury so ihre Schwierigkeiten – zu viele gute Aufnahmen vom Fördergerüst waren in der engeren Auswahl, aber das war ja nun schon auf dem ersten Bild zu sehen...

Und so einigten sich die Juroren auf ein Motiv aus der Waschkaue im Energeticon Karla Gisbertz (die hochgezogenen Metallkörbe). Die etwas andere Perspektive und das fast abstrakte Arrangement der Elemente überzeugten. Der alte Wasserturm neben dem Energeticon (Dieter Fels von den „Fotofreunden 54 Alsdorf“) hat den dritten Platz geschafft.

Sonderpreise erhalten außerdem Daniel Huhn für die Morgenstimmung am Weiher und Sybille Salmen aus Langerwehe („Fotofreunde 54 Alsdorf“) für eine Detailaufnahme des Fördergerüsts.

Die Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing stellt insgesamt 1000 Euro (1. Preis: 500 Euro, 2. Preis: 300 Euro, 3. Preis: 200 Euro) zur Verfügung. Die Bilder, die nicht gewonnen haben, haben aber die Chance, in einen neuen Alsdorf-Bildband aufgenommen zu werden.

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