Siebenbürgen feiern 60 Jahre in Setterich

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Viele Trachten, noch mehr Schwung: Auch traditionelle Tänze der Siebenbürgen gibt es beim Fest zu sehen.

Baesweiler. Seit dem Winter 1953 besteht in Setterich eine Siedlung von Siebenbürger Sachsen. Damals wurden die Siedler aus Österreich von einer Delegation aus Deutschland für den Steinkohlebergbau angeworben.

Nur wenige Monate später fand am 7. März 1954 die Gründungsversammlung der Kreisgruppe Setterich statt. Die Siebenbürger Sachsen pflegen ihr Kulturerbe in vielen Einrichtungen und bei Veranstaltungen weiterzupflegen. Jetzt laden sie zu einer Feier ein, bei der das 60-jährige Bestehen der Kreisgruppe, der Bruder- und Schwesternschaft sowie des Stephan-Ludwig-Roth Chores gefeiert wird.

Besucher sind am Samstag, 10. Mai, ab 14 Uhr in der Aula der Realschule Setterich, Am Weiher 1, willkommen. Dort präsentieren sich die Siebenbürger in ihrer traditionellen Tracht. Trachtentänze der siebenbürgischen Tanzgruppe und Lieder des Stephan-Ludwig-Roth-Chor sowie Musik der Blaskapelle Siebenbürgen soll das Publikum begeistern. Viele typisch siebenbürgische Köstlichkeiten sind ebenfalls im Angebot. Auch die Geschichte wird beleuchtet. Vor mehr als 850 Jahren ließen sich die ersten deutschen Siedler in Siebenbürgen im südlichen Karpatenraum nieder.

Die Vorfahren der Siebenbürger Sachsen brachten bei der Aussiedlung ihr kulturelles Gepäck mit und entwickelten es im steten Austausch mit dem deutschen Kulturraum weiter. Die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen verwaltete ihr autonomes Siedlungsgebiet selbst und bestimmte als staatstragende Nation die Geschichte Siebenbürgens mit. Sie prägte mit 250 Dörfern und neun Städten die Kulturlandschaft, deren auffälligstes Merkmal die Kirchenburgen sind.

Die Siebenbürger Sachsen wurden nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 kulturell und nach dem Anschluss Siebenbürgens an Rumänien 1918 wirtschaftlich benachteiligt. Nach dem Frontwechsel Rumäniens 1944 wurden sie Opfer von Krieg und kommunistischer Gewaltherrschaft. Ihre Gemeinschaft von 250.000 Personen wurde auseinandergerissen. Die Siebenbürger Sachsen oder Nachkommen von emigrierten Sachsen sind heute weit verstreut. Es leben etwa 13.000 in Siebenbürgen, 250.000 in Deutschland, 40.000 in Österreich, 100.000 in den USA und etwa 8000 in Kanada.

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