Würselen - Setzt weltweit Maßstäbe: „Display International” aus Würselen

Setzt weltweit Maßstäbe: „Display International” aus Würselen

Von: Georg Pinzek
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Ein Audi auf dem riesigen Wohn
Ein Audi auf dem riesigen Wohnzimmertisch: Mit diesem Hingucker sorgten die Spezialisten von „Display International” 2009 für Aufsehen bei der Präsentation in Miami.

Würselen. Die meisten Menschen in den rund 20.000 Fahrzeugen am Tag, die auf der Bundesstraße 57 am Ortseingang von Würselen an der Firma „Display International” vorbeirollen, haben sicher nicht die leiseste Ahnung davon, in welchem Metier das Unternehmen zu Hause ist.

Gleichwohl es in seiner Branche sogar zu den ersten Adressen zählt - weltweit wohlbemerkt. Bei Audi, Bugatti oder Citroën über die Daimler AG mit Mercedes Benz und Maybach bis zu VW und einer ganzen Reihe anderer namhafter Hersteller weiß man in den Vorstandsetagen, dass einer der renommiertesten internationalen Messebauer im Norden der Aachener Städteregion am Start ist.

Wer verkaufen will, muss sich und sein Produkt optimal präsentieren, eben richtig gut in Szene setzen. Dass besonders die Automobilindustrie einen harten Wettbewerb im Kampf um die Kundenaufmerksamkeit führt, das ist vielerorts augenfällig. Spektakuläre Bühnen dafür bieten eben Auto-Salons und -Messen nicht nur in Frankfurt, Genf oder Detroit.

Dass das Team von „Display International” einen ausgezeichneten Ruf beim Konzipieren, Realisieren und Managen von aufsehenerregenden Messeauftritten genießt, belegen Referenzen nicht nur vieler Autobauer. Unternehmen aus vielen anderen Sparten setzen bei ihrer Präsentation auf „Display International”. Aus unserer Region zählen beispielsweise West-Pharma, Minichamps, die IHK oder auch die RWTH zum illustren Kreis der Kunden. Auf eine breite Aufstellung wird Wert gelegt.

„Wir spielen gewissermaßen in der Champions League ganz oben mit und müssen selbst weltweit die Konkurrenz nicht fürchten”, sagt Geschäftsführer Klaus Nock selbstbewusst. Er zeichnet verantwortlich für Verwaltung und Produktion. Als Basis für den Erfolg sieht er auch „einen ausgeprägten Qualitätsanspruch”, dem sich „Display International” besonders verpflichtet fühlt. Design und Handwerk bilden dazu eine enge Symbiose.

Das Unternehmen bündelt dafür das Know-how ganz unterschiedlicher Kompetenzen und Fachrichtungen. „Wir haben rund 150 Mitarbeiter, die meisten davon sind Fachkräfte aus vielen unterschiedlichen Bereichen”, erklärt Prokuristin Andrea Bogenrieder. „Wir beschäftigen unter anderem Architekten, Designer, Grafiker, Bauingenieure, Holz- und Klimatechniker, Lackierer, Schlosser, Schreiner, Logistiker, Kaufleute und Computerexperten.” Am Standort in Würselen verfügt „Display International” über Produktions- und Lagerflächen von stattlichen 50 000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Das ist mehr als sechsmal die umbaute Fläche des Kölner Doms. „Display International” erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 50 Millionen Euro.

Ein paar weitere Zahlen machen die Dimensionen deutlich, bei denen die Firma Maßstäbe setzt: So realisierte „Display International” für Mercedes Benz bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt einen Auftritt der Superlative: 890 Tonnen Stahl, 17.000 Quadratmeter Holzwerkstoffe, 68 Kilometer Elektroverkabelung und 3500 Leuchtmittel wurden bei dem größten Indoor-Messestand der Welt im September 2011 verbaut.

Für den Daimler-Stand hatte das Display-Team die Festhalle auf dem IAA-Messegelände über drei Ebenen ausgebaut. Die Gesamthöhe des Baukörpers betrug 16 Meter. Die Gesamtfläche des Standes umfasste 10 950 Quadratmeter. Von der unteren bis zur obersten Ebene führte eine 30 Meter lange zweiläufige Rolltreppe, die eigens dafür angefertigt wurde. Mit 900 Quadratmetern stellte auch die Bühne des Messestands einen Superlativ dar. Mit LED-Wänden im XXL-Format im Hintergrund und auf bündig in das Podest eingelassene Drehscheiben wurden die Fahrzeuge in Szene gesetzt.

Und noch ein gutes Beispiel: Für den Baumaschinenhersteller Liebherr errichtete „Display International” auf der Bauma 2010 in München auf dem Messegelände einen aufwendigen Stand mit 13.000 Kubikmeter umbauten Raum: Realisiert wurde ein echter Hingucker, ein Gebäude mit einer Fläche von 5190 Quadratmetern Nutzfläche mit Foyer, Shops, Café, Lounges, Büros und Konferenz- und Nebenräumen.

Das sind imposante Zahlen: 1000 Tonnen Stahl wurden verbaut, 7000 Quadratmeter 70-mm-Leimholzplatten, 70 Kilometer Kabel wurden verlegt, 25.000 Schrauben waren für den Stahl- und 130.000 Schrauben für den Holzbau nötig. Die Glasfassade des 13,5 Meter hohen Gebäudes hatte eine Fläche von 4500 Quadratmetern. Das temporäre Bauwerk stand nur sechs Tage im Blickpunkt. Danach wurde es demontiert und mit 200 Lkw-Transporten nach Würselen gebracht. In einer großen Halle ist es eingelagert. 2013 wird der Stand erneut in München errichtet werden.

Mehrere Millionen Euro kann so ein Messestand kosten, eben ganz nach Belieben der Kunden. Mit einer Reihe von begehrten Preisen in der Branche wurden die „Display”-Messe-, Event- und Verkaufspräsentationen ausgezeichnet. Stolz sind die Verantwortlichen bei „Display International” auf die erst kürzlich erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 9001 für das Qualitätsmanagement, der jüngste Meilenstein in der Erfolgsgeschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens in der Euregio.
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