Settericher Stadtteilfest hat Vorbildcharakter

Von: mas
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Gemeinsam gefeiert: Das Stadtt
Gemeinsam gefeiert: Das Stadtteilfest in Setterich zog annähernd 1000 Besucher an und hatte einen hohen integrativen Wert, wie Verwaltung und Politik mehrheitlich finden. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Ein separater „Tag des deutschen und ausländischen Mitbürgers” hat sich bislang nicht in Baesweiler etabliert. Zumindest sprechen die Besucherzahlen nicht dafür. Zu diesem Ergebnis kommt die Stadtverwaltung.

Über das Thema wurde im Ausschuss für Kultur, Partnerschaft, Sport und Vereinsförderung diskutiert.

Geringe Beteiligung

Basierend auf einem Antrag des Integrationsrates, das städtische Kulturprogramm um ein interkulturelles Fest zu erweitern, verwies die Stadtverwaltung darauf, dass man mehrere Feste dieser Art initiiert und ausgerichtet habe. Im Turnus von zwei Jahren sollten diese Feste weiter ausgerichtet werden.

Allerdings, so räumte auch Kulturamtsleiter Wolfgang Ohler ein, wurde das Programm bisher nicht in gewünschter Weise angenommen. Daher wurde beschlossen, abweichend vom bisherigen Veranstaltungsmodus, dieses Fest „in andere städtische Veranstaltungen” einzubinden, wie Bürgermeister Dr. Willi Linkens formulierte. Hierdurch solle sichergestellt werden, dass die Anzahl der deutschen und ausländischen Mitbürger „deutlich größer sein wird als das bislang der Fall war”. Umgesetzt wurde die Maßnahme unter anderem bei der Eröffnung des CAP, beim Familienpicknick, der Enthüllung des Reyplatz-Denkmals oder auch in Form einer Beteiligung bei der Woche der Jugend.

Die Bilanz: Überwiegend wurde eine positive Resonanz festgestellt, allerdings ist nach Auffassung der Verwaltung „die Beteiligung der Migranten bei einigen anderen Veranstaltungen nicht so wie erwartet”. Als Beispiel aufgezählt wurde das Glühwürmchenfest im Settericher Burgpark - obwohl man im Vorfeld versucht hatte, den Zuspruch der Migranten zum Beispiel durch den Verkauf internationaler Spezialitäten zu fördern. Weder Besuchsbereitschaft noch aktive Beteiligung der ausländischen Mitbürger waren zufriedenstellend.

Ganz anders sah es beim Stadtteilfest in Setterich aus, das im vergangenen Jahr gefeiert wurde. Dort zählte man fast 1000 Besucher, die sich an einem Programm internationalen Zuschnitts erfreuten. Das nächste Stadtteilfest soll, so stellt sich das die Verwaltung vor, zur Eröffnung des „Hauses Setterich” ausgerichtet werden. Unter Einbindung des Integrationsrates plädieren die Verantwortlichen nun dafür, dass man künftig ein separates interkulturelles Fest nicht mehr anbieten wird und diesen Grundgedanken in bestehende kulturelle Veranstaltungen einzupflanzen beabsichtigt.

Diesen Verwaltungsvorschlag stützten im Ausschuss die CDU durch ihren Sprecher Wolfgang Scheen und die FDP durch Dieter Hermanns. Ganz anders sah das Sozialdemokrat Detlef Lindlau. „Wir sehen durchaus Handlungsbedarf für ein interkulturelles Fest.” Darin durfte er sich auch durch die Grünen bestärkt sehen, deren Sprecher Rolf Beckers sich für eine Veranstaltung „Richtung Familienfest” aussprach. Grüne und SPD stimmten gegen den Beschluss, der mehrheitlich auf den Weg gebracht wurde.
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