Servicestelle des Caritasverbandes „Moliri“ feiert ein rundes Jubiläum

Von: Helena Mertens
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Herzogenrath. Die Sieben als magische und biblisch konnotierte Zahl spielte bei der Jubiläumsfeier von „Moliri“, einer Servicestelle des Caritasverbandes für Familiengesundheit, eine entscheidende Rolle.

So wurde das zehnjährige Bestehen der Sozialeinrichtung mit Sekt, Kuchen und Fingersnacks gefeiert. Das aus fünf haupt- und rund fünfzehn ehrenamtlichen Helfern bestehende Team von „moliri“ hat im Jahr 2007 die Idee, hochbelastete Familien im Alltag zu unterstützen, in die Tat umgesetzt.

Bernhard Verholen, Vorstand des regionalen Caritasverbandes lobte bei der Feier die Zusammenarbeit mit dem Herzogenrather Bürgermeister Christoph von den Driesch und dem Jugendamt: „Wir wissen, dass Herzogenrath keine Stadt ist, die im Geld schwimmt. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns ganz besonders über die langjährige Unterstützung.“ Finanziert wird die Servicestelle im Rahmen der Jugendhilfe, mit einem Eigenanteil der Caritas sowie mit Spenden und Kirchensteuern, so Bernhard Verholen.

Auch Bürgermeister von den Driesch, der von einer kollegialen Zusammenarbeit mit „moliri“ spricht, schätzt den Tatendrang des Teams: „Im Jahr 2007 hat kaum jemand davon gesprochen, dass Kinder ohne Essen in den Kindergarten gehen und diesen auch so wieder verlassen müssen.“ Erst seit 2010 sei diese Problematik in das Bewusstsein der Politiker gedrungen und auf bundespolitischer Ebene behandelt worden, so der Bürgermeister. Das Team von „Moliri“ habe hingegen die Not einzelner Familien aus der Region schnell erkannt und mit dem Projekt Kindermahlzeit konkrete Unterstützung anbieten können. Mittlerweile hat sich die Aktion zu einem Langzeitprojekt entwickelt, in dem Familien gesunde Ernährungsweisen vermittelt werden.

In dem Jubiläumsjahr bietet die Sozialeinrichtung zehn spezielle Aktionen, darunter eine Ausstellung mit den Entwicklungen der Servicestelle, an. Hinzu kommen weitere langjährige Projekte, beispielsweise die Müttercafés in Herzogenrath und Merkstein, die belasteten Müttern den Austausch mit anderen Frauen und eine Kinderbetreuung ermöglichen.

„Wir richten den Blick immer auf die Stärken der Kinder und Mütter. Unser wichtigstes Anliegen ist das Hin- und Zuhören“, erklärt die Sozialarbeiterin Monika Jentzen-Stellmach. Zufrieden und stolz sei sie dann, wenn sich persönliche Beziehungen entwickeln. Was nach zehn Jahren fehle und woran Jentzen-Stellmach in der kommenden Zeit arbeiten will, ist die Verbindung zu Vätern: „Wir wollen langfristig die Väter der Kinder mit ins Boot nehmen und lassen und da etwas einfallen.“

Christoph von den Driesch durfte die Jubiläumsfeier mit vollen Händen verlassen. Als Mitbringsel hat der Bürgermeister eine Flaschenpost von den Besuchern und Sozialarbeiterinnen der Müttercafés überreicht bekommen, damit die Botschaften im Rathaus nicht verloren gehen sollen. Auf Fähnchen formulierten die Mütter Wünsche und konkrete Verbesserungsvorschläge, beispielsweise saubere Spielplätze, sanierte Toiletten in den Grundschulen, eine kinderärztliche Betreuung, bezahlbaren Wohnraum und eine neue Schwimmhalle für die Stadt Herzogenrath.

„Schwimmen ist im Moment mein Lieblingsthema“, erklärte von den Driesch bei der Übergabe der Fähnchen schmunzelnd: „Auch wenn das Schwimmbad in der Bergerstraße vor den Sommerferien wieder öffnen wird, brauchen wir ein neues, vernünftiges Hallenbad für Herzogenrath.“ Bezahlbarer Wohnraum sei hingegen ein städteregionsweites Problem, das mit einem Sozialbericht in noch diesem ahr in Angriff genommen werde.

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