Würselen - Seniorenzentrum füllt Lücke am Dreiecksplatz

Seniorenzentrum füllt Lücke am Dreiecksplatz

Von: Daniel Gerhards
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Bauplatz: An dieser Stelle wird das Gebäude für betreutes Wohnen entstehen. Foto: Daniel Gerhards

Würselen. Der Bauzaun und das Baustellenschild stehen schon. Doch sonst ist außer einer dichten Schneedecke nichts zu sehen. Nur einige kleine Pflanzen stechen aus der weiß gepuderten Fläche zwischen dem Dreiecksplatz des Kalkhaldenparks und dem Reckerpark hervor.

Doch schon bald - so kündigt es das jüngst aufgestellte Schild an - beginnt dort der Bau eines Seniorenzentrums. Diese Einrichtung war an dieser Stelle schon lange geplant, doch bislang fand sich kein Investor für den Bau.

Das Grundstück wurde von der Soleo GmbH gekauft. Die Experten für Gesundheitsimmobilien investieren insgesamt elf Millionen Euro in das Seniorenzentrum. Die Pflege- und Wohnstätte soll aus zwei Gebäuden bestehen, die Raum für 79 vollstationäre Pflegeplätze und elf Betten für die Kurzzeitpflege bieten. Zudem sollen 26 Einheiten für ein betreutes Wohnen eingerichtet werden.

„Ein lang ersehnter Schritt”

Den Beginn der Baumaßnahmen ab Ende Dezember bezeichnet Würselens Bürgermeister Arno Nelles als „lang ersehnten Schritt”. In den Plänen der bisherigen Grundstückseigner, der AMW Projekte GmbH, war der Seniorenpark von Beginn an integraler Bestandteil. „Wir sind seit fünf Jahren mit der Entwicklung des Reckerparks beschäftigt.” Doch für die Senioreneinrichtung fand sich lange kein Investor.

„In der Weltfinanzkrise war es sehr schwierig, Bauprojekte zu finanzieren”, erklärt Norbert Hermanns, geschäftsführender Gesellschafter der AMW Projekte GmbH. Doch schließlich überzeugten die Lage des Grundstücks und das „langfristige Konzept” den Soleo-Chef Ralf Weinholt.

Einsamer Solitär: Der Kalkhaldenpark

Für Nelles ist das ein „echter Durchbruch”. Zwar werde der Handel im Reckerpark schon jetzt sehr gut angenommen, doch der Kalkhaldenpark stehe bislang als „Solitär” recht allein. Daher wurde der Park, der im Rahmen der Euregionale 2008 entstand, schon mehrfach Opfer von Vandalismus. „Bisher fehlt die soziale Kontrolle”, sagt Nelles. Das soll sich nun ändern. Denn durch das Seniorenzentrum, in dem auch ein Restaurant eröffnen soll, werde der Platz belebt, erklärt der Bürgermeister.

„Für mich ist ein Seniorenheim ein aktiver Bestandteil der Stadt. Die alten Menschen sind oft weiter sehr aktiv in der Gesellschaft.” Zudem rechnet Nelles damit, dass die Gastronomie auch von Spaziergängern und Kunden, die im Reckerpark einkaufen, genutzt wird. So soll das Seniorenzentrum den Recker- und den Kalkhaldenpark verbinden.

Betrieben wird die Einrichtung von der Gesellschaft Carpe Diem. Dadurch entstehen 80 bis 90 Vollzeitstellen, erklärt Carpe Diem-Geschäftsführer Jan Schreiter. Zudem wird es Ausbildungsplätze in der Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung und der Küche geben. Das Umfeld des Grundstücks bietet führ Schreiter „ideale Voraussetzungen”: „Das unterstützt den öffentlichen Charakter unseres Seniorenparks.” Denn man wolle die älteren Menschen nicht abschotten, sondern sie in das aktive Würselener Leben einbeziehen.

„Nicht störendes Gewerbe”: Dritte Entwicklungsstufe im Reckerpark

Am Reckerpark entsteht auf 4650 Quadratmetern das lange geplante Seniorenzentrum. Dadurch wird die Lücke zwischen Recker- und Kalkhaldenpark geschlossen.

Betrieben wird die Einrichtung von „Carpe Diem”. Die Gesellschaft für den Betrieb von Sozialeinrichtung führt in Aachen bereits ein Seniorenzentrum in ähnlicher Größe.

Wohnungen in der Seniorenanlage werden bereits im Vorfeld vergeben. Am 21. Januar findet im Seniorenpark Carpe Diem, Robensstraße 19 in Aachen, von 14 bis 18 Uhr eine Informationsveranstaltung für Interessenten statt.

Die Planer von AMW Projekte haben ihr Konzept für den Reckerpark auf drei Säulen aufgebaut. Die ersten beiden - Handel und Senioreneinrichtung - sind nun auf einem guten Weg. Im dritten Schritt soll „nicht störendes Gewerbe” angesiedelt werden.

Büro und Ausstellungsflächen sollen auf einem 6000 Quadratmeter großen Grundstück gleich am angrenzenden Wohngebiet entstehen. Wegen der Nähe zu dem Wohngebiet ist es den Gewerbetreibenden erlaubt, neben dem Firmengebäude auch ein Wohnhaus zu errichten.

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