Würselen - Seniorenwerkstatt: Arbeit im Dienst der guten Sache

Seniorenwerkstatt: Arbeit im Dienst der guten Sache

Von: nina
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Interessante Einblicke: Bürge
Interessante Einblicke: Bürgermeister Arno Nelles (l.) und Peter Ortmanns, Leiter der Seniorenwerkstatt Würselen, beim Tag der offenen Tür. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Beim mittlerweile zweiten Tag der offenen Tür wurde es in der Würselener Seniorenwerkstatt schnell eng: Die Mitglieder der Werkstatt freuten sich über den großen Besucherandrang. Viele kamen, um die vielfältigen Produkte in Augenschein zu nehmen, sich über eine mögliche Mitarbeit zu informieren oder einen Nistkasten oder ein anderes schönes Geschenk aus Holz zu erwerben.

„Neben den Behausungen für die Winterfütterung der Vögel haben wir auch viele schöne Spielzeuge für Kinder, Geschicklichkeitsspiele und Holzfiguren wie Pferde, Kühe, Hasen und Katzen anzubieten”, sagte Martin Reuls vom Team der Seniorenwerkstatt. Zehn Senioren zwischen 58 und 82 Jahren sind derzeit aktiv mit dabei. Einmal pro Woche treffen sie sich mittwochs von 14 bis 18 Uhr. Dann werden Kleinstreparaturen für andere Senioren erledigt. Vor allem aber wird viel Neues geschaffen. „Unsere Werkstatt ist ein Ort, an dem aus Hobby und Leidenschaft und mit viel Spaß an der Freude gebastelt wird. Hier mischen sich Lebens- und Berufserfahrung”, erklärt Reuls.

Auch Bürgermeister Arno Nelles überzeugte sich zum Tag der offenen Tür gerne von dem Angebot der Werkstatt. Und nicht nur das: Am Nachmittag kam es zu einem nicht alltäglichen Treffen in der Cafeteria der Werkstatt, denn auch der ehemalige Bürgermeister Werner Breuer und sein Vorgänger Wolfgang Peltzer waren zu Besuch gekommen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere drei Bürgermeister unsere Arbeit auf diese Weise würdigen”, betonte Peter Ortmanns, Leiter der Seniorenwerkstatt und Schreinermeister im Ruhestand.

„Viele ältere Leute wissen ja nichts mit ihrer Zeit anzufangen. Deshalb ist es wichtig, auf dieses tolle und sinnvolle Angebot hinzuweisen”, betonte Breuer. Auch Nelles, der begeistert einen hölzernen Nistkasten mit nach Hause nahm, unterstrich die Bedeutung der Seniorenwerkstatt.

„Gewinne wollen wir keine machen, bei uns geht es um den Spaß am Werken - auch, um anderen eine Freude zu machen”, betonte Reuls. Das sei ein sicheres Rezept gegen Einsamkeit im Alter und ein erprobtes Gegenmittel gegen das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Ortmanns: „Neue Mitstreiter sind stets willkommen. Auch Berufsfremde entwickeln schnell Freude am Handwerk.”

Seit nunmehr 13 Jahren stellen sich die rüstigen Rentner in den Dienst der guten Sache. Kindergarten- und Schulkindern haben sie schon die Arbeit an der Werkbank nähergebracht oder kleine Holzgeschenke zugunsten der Waldjugend oder der Würselener Tafel verkauft.

Wer Interesse hat, kann mittwochs zwischen 14 und 18 Uhr im Kellergeschoss im Amt für Altenarbeit der Städteregion, Mauerfeldchen 29, vorbeikommen und die Seniorenwerkstatt Würselen kennenlernen.
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